Unsere Erfolgsgeschichten

Von Schweizermeisterschaften bis Berufs-WM – das Autogewerbe macht im nationalen und internationalen Vergleich stets eine gute Figur. Unsere «Champions» sind auch Aushängeschild und ein Beitrag fürs Selbstbewusstsein einer ganzen Branche.
 


20. Oktober 2017 autoberufe.ch – Rekord: Das Schweizer Team gewinnt an den WorldSkills in Abu Dhabi elf Gold-, sechs Silber- und drei Bronzemedaillen und belegt als mit Abstand beste europäische Nation in der Nationenwertung Platz zwei. Automobil-Mechatroniker Riet Bulfoni blieb zwar ohne Medaille, gewann aber wertvolle Erfahrungen.  


Hoch fokussiert: Riet Bulfoni absolvierte an den WorldSkills 2017 in Abu Dhabi einen durchzogenen Wettkampf, trug aber ein souveränes Bild der Autoberufe in die Welt hinaus.

 
tki. «Die Konkurrenzsituation an WorldSkills hat sich im letzten Jahrzehnt laufend verschärft, immer mehr Nationen – insbesondere aus Asien und auch aus Südamerika – bereiten ihre jungen Berufsleute über mehrere Jahre sehr spezifisch auf die Anforderungen an den WorldSkills vor», blicken die SwissSkills-Verantwortlichen auf die am Donnerstagabend zu Ende gegangenen WorldSkills in Abu Dhabi zurück.
 
«Beste Visitenkarte für CH #Berufsbildung»
Die Freude über den gelungenen Auftritt im Wettstreit der Nationen ist aber gross: Noch nie haben junge Schweizer Berufsleute an Weltmeisterschaft so viele Medaillen gewonnen – elf an der Zahl. Eine Bilanz, die Bundesrat Johann Schneider-Ammann gefällt: « Gratuliere @SwissSkills zu herausragendem Erfolg. Beste Visitenkarte für CH #Berufsbildung. Well done!», twitterte der Wirtschaftsminister.
 
Ein Diplom im Gepäck
Riet Bulfoni, der als Automobil-Mechatroniker Teil dieser Erfolgsdelegation war, durfte zwar kein Edelmetall in Empfang nehmen, aber viel neues Wissen und Erfahrungen in seinen beruflichen Rucksack packen. «Und er darf ein Diplom mit nach Hause nehmen – das sieht auch ein wenig aus wie eine Medaille», sagt Olivier Maeder, beim AGVS für Berufsbildung verantwortlich, zwischen Abschlusszeremonie und Flughafen positiv gestimmt.
 
Riet mit Rat und Tat zur Seite gestanden
Delegationsleiterin Christine Davatz stimmt in den Lobgesang ein: «Ich bin unglaublich stolz auf unser ganzes Team. Unsere jungen Teilnehmerinnen und Teilnehmer sowie ihre Expertinnen und Experten haben hier beste Werbung für unser Bildungssystem, aber auch ganz generell für die Leistungsfähigkeit des Wirtschaftsstandorts Schweiz gemacht.» So war nebst dem AGVS auch Flavio Helfenstein, seines Zeichens Berufsweltmeister Automobil-Mechatronik 2011, in Abu Dhabi als mentale Stütze und Experte vertreten.  
 
Der Reisebericht ist online!
Ausführliche Berichterstattung und Fazit im AUTOINSIDE 11, das am 3. November 2017 erscheint. Die spannende Reise Riet Bulfonis wurde von Autoberufe - metiersauto - professioneauto begleitet und mit vielen Bildern und Videos dokumentiert.

5. September 2016 agvs-upsa.ch – Am letzten Wochenende fanden beim AGVS in Bern die Schweizer Berufsmeisterschaften der Automobil-Mechatroniker statt. Der zweitägige Wettkampf wurde von Janik Leuenberger (20) aus Madiswil BE gewonnen. Zweiter wurde Riet Bulfoni (21) aus Scuol GR, dritter Dimitri Nicole (20) aus St-Martin FR. Für einen der drei winkt nun die Teilnahme an den WorldSkills 2017 in Abu Dhabi.

12 junge und talentierte Automobil-Mechatroniker traten im grossen Finale vom 2./3. September 2016 in der Berner Mobilcity gegeneinander an. Sie alle hätten den Sieg verdient, denn alle 12 haben ihre Lehre mit besten Noten abgeschlossen und hatten sich Anfang Juli in einem anspruchsvollen Vorausscheidungswettkampf unter 38 Mitkonkurrenten für die Endrunde qualifiziert. Doch auf dem Podest hat es nur Platz für 3.


Das Sieger-Trio: Janik Leuenberger, Riet Bulfoni, Dimitri Nicole.

Fehler erkennen und beheben
Insgesamt 18 Experten sowie Funktionäre des AGVS betreuten die Berufsmeisterschaften der Automobil-Mechatroniker. Die Kandidaten mussten an sechs Posten zu je 90 Minuten (drei am ersten und drei am zweiten Tag) ihr Können unter Beweis stellen. Dafür waren in Marken und Bauweise unterschiedliche Fahrzeuge und Fahrzeugteile speziell vorbereitet worden. Es galt, Fehler aufzuspüren und diese zu beheben sowie Bauteile zu vermessen und zu montieren.

Dem Wettkampfdruck standhalten
Sich dreimal pro Tag 90 Minuten voll zu konzentrieren ist auch für die jungen Burschen eine grosse Belastung. Doch um an den WorldSkills zu bestehen, reicht das nicht. Deshalb waren alle Posten so ausgelegt, dass sie in der zur Verfügung stehenden Zeit fast nicht zu schaffen waren.

«Wir wollten schauen, wer dem Wettkampfdruck standhält, ruhig bleibt und so viele Punkte wie möglich abarbeitet», erklärt der Technische Leiter Flavio Helfenstein, selber einmal Schweizer- und später sogar Weltmeister, «denn das technische Können ist nur ein Teil um eine Siegchance an den WorldSkills zu haben, der andere ist die mentale Stärke.»


Auch die Experten erhielten nach getaner Arbeit ein kleines Präsent.

«Gold ist die einzig mögliche Steigerung»
Obwohl erst gerade 20 Jahre alt, blieb Janik Leuenberger bei der Siegerehrung cool. «Ich freue mich natürlich sehr, dass es mit dem Sieg geklappt hat. Doch ist die Goldmedaille, nach der Silbernen an den SwissSkills 2014, die einzig mögliche Steigerung», sagte Leuenberger beim Siegerinterview. Dem frisch gebackenen Schweizer Meister wird es in nächster Zeit sicher nicht langweilig. Als nächstes muss er zur Abschlussprüfung zum Automobil-Diagnostiker antreten. Im Oktober reist er mit seinen beiden Podestkollegen Bulfoni und Nicole nach Österreich zum 5-Länder-Cup.

 


Vorausscheidung zu den Berufsmeisterschaften


 
8. Juli 2016 agvs-upsa.ch – Kürzlich fanden in der Mobilcity die Vorausscheidungen zu den Schweizer Berufsmeisterschaften 2016 statt. 37 junge Automobil-Mechatroniker und eine Automobil-Mechatronikerin lieferten sich an fünf anspruchsvollen Posten einen spannenden Wettkampf um die 12 Finalplätze.

Viele der jungen Berufsleute haben erst gerade die Lehrabschlussprüfung hinter sich. Doch die fünf Aufgaben, welche sie an den Vorausscheidungswettkämpfen zu den SwissSkills in der Mobilcity in Bern lösen mussten, waren nicht mit der LAP zu vergleichen. Weniger die drei praktischen Posten, wo es unter anderem darum ging ein Getriebe zusammen zu bauen oder die Fehler an einem Can-Bus-Modell zu finden, vielmehr die beiden theoretischen Aufgaben.

Beim ersten Theorie-Posten mussten die Kandidaten innerhalb von 12 Minuten 12 Fragen zu einem ihnen total fremden Thema mithilfe des Internets beantworten. Sinn der Aufgabe war es zu schauen, wie die jungen Leute unter Stress arbeiten und wie sie in einer solchen Situation vorgehen. Einigen wurde die Zeit zu knapp. Aleksandar Metlar aus Inwil (LU): «Ich schaffte nur 9 Fragen – und ob die Antworten richtig sind, weiss ich auch nicht.»

Theorie-Posten zwei war ein persönliches Gespräch mit den Experten. Dort ging es darum, die Persönlichkeit der SwissSkills-Aspiranten zu erkennen, ob ihr Wille gewinnen zu wollen gross genug ist und ob sie auch mental fit sind. Für den Experten Flavio Helfenstein, selber einmal SwissSkills-Sieger und späterer WorldSkills-Champion war dieser Posten der wichtigste: «Dort sehen wir, wer wirklich das Zeug hat, für die Schweiz an die Weltmeisterschaften zu fahren, denn das ist schlussendlich das Ziel.»

Doch vorerst müssen sich die Finalisten nun an den SwissSkills behaupten, die am 2. und 3. September ebenfalls in der Mobilcity in Bern stattfinden. Die besten drei fahren dann im November zum 5-Länder-Cup nach Österreich, erst dort wird entschieden, wer zu den WorldSkills 2017 nach Abu Dhabi fährt. Diese 12 haben die Chance:


(V. l.) Pascal Schwab aus Lotzwil (BE),  Valentin Epp aus Amsteg (UR), Cyrill Wälchli aus Bülach (ZH), Riet Buffoni aus Scuol(GR), Roman Giger aus Richental (LU), Janik Leuenberger aus Madiswil (BE), Marco Negreira aus Menznau (LU), Dimitri Nicole aus St. Martin (FR), Jérémie Richoz aus Vauderens (FR), Raphael Tschümperlin aus Ibach (SZ), Sylvain Vaucher aus Ecublens (FR) und Mike Zahner aus Kirchberg (SG).

Wie der Wettkampf ablief und weitere Stimmen von Experten und Kandidaten lesen Sie im AUTOINSIDE Nr. 9, das am 1. September in Ihrem Briefkasten liegt.

Bildergallerie

WorldSkills 2015 in Brasilien: Tolle Leistung von Jean Trotti



Ein Erfolg auch ohne die erhoffte Medaille: Das Team rund um Automobil-Mechatroniker und Schweizer-Berufsmeister Jean Trotti kehrt von den Berufsweltmeisterschaften in Brasilien mit dem Bewusstsein zurück, dass das Aus- und Weiterbildungsprogramm des Auto Gewerbe Verband Schweiz (AGVS) auf dem richtigen Weg ist.


«Jean Trotti mit Platz 9 und Fabian Britt, der für das Fürstentum Liechtenstein antrat, mit Rang 13 haben einen fantastischen Job gemacht und hätten es verdient, eine Medaille zu gewinnen»: Olivier Maeder, Mitglied der AGVS-Geschäftsleitung und verantwortlich für den Bereich Aus- und Weiterbildung, zieht trotz verpasster Medaille eine positive Bilanz der WorldSkills 2015. Im direkten Vergleich mit Vertretern aus insgesamt 62 Ländern habe man festgestellt, dass der AGVS mit seiner konsequent auf Qualität und Nachhaltigkeit ausgerichteten Aus- und Weiterbildung auf dem richtigen Weg sei. «Durch den rasch fortschreitenden technologischen Wandel erfordern unsere Berufe immer höhere Qualifikationen», sagt Maeder, «diesem Umstand tragen wir permanent Rechnung, indem wir die Aus- und Weiterbildung laufend entsprechend anpassen.» Das trage gleichzeitig auch dazu bei, dass Berufe im Autogewerbe für Jugendliche, die in ihrem Leben etwas bewegen wollen, interessant bleiben – gemäss dem Motto «Autoberufe haben Zukunft».

Parallel zum technologischen Fortschritt verändert auch das Mobilitätsverhalten der Gesellschaft die Berufe im Autogewerbe – der Garagist wird immer mehr zum eigentlichen Mobilitäts- und Umweltberater, der seinen Kunden hilft, ihre Mobilität zu optimieren, die Umwelt zu schonen und dabei auch noch Geld zu sparen. Laut Maeder wird auch diesem Aspekt in der Aus- und Weiterbildung zunehmend Rechnung getragen.

In den vergangenen Jahren war Schweizer Autogewerbe ausgesprochen erfolgreich an internationalen Berufsmeisterschaften vertreten:  2011 gewann Flavio Helfenstein den Weltmeistertitel in London, 2013 holte Lukas Hediger an den Berufsweltmeisterschaften in Leipzig die Bronzemedaille.


Jean Trotti gewinnt 5-Ländercup

Schweizer Handwerk ist Gold wert. Dies bewies Jean Trotti am 5-Ländercup 2014 in Bozen (ITA). Der Gewinner der SwissSkills 2014 siegte auch im 5-Ländercup der Automobil-Mechatroniker im Südtirol.


5_laendercup_930px.jpg

Trotti wird damit die Schweiz im nächsten Jahr auch an den World Skills in Brasilien vertreten. Die ausgezeichnete Schweizer Mannschaftsbilanz runden Janik Leuenberger und Michael Ulrich mit den Rängen 5 und 7 ab.


SwissSkills 2014 - mit Perfektion und Detailliebe zum Sieg

Fünf Tage, vom 17. bis 21. September 2014, dauerten die Berufswettbewerbe an den SwissSkills auf dem BERNEXPO-Gelände. Es war der erste Anlass dieser Art in der Schweiz. Noch nie wurden bisher Meisterschaften in mehreren Berufen an ein und demselben Ort, geschweige denn in dieser Grössenordnung, durchgeführt. Es war ein Kopf-an-Kopf-Rennen auch bei den Autoberufen. 30 Automobil-Mechatroniker fanden  sich in Bern für den Kampf um den Titel zusammen, 12 kämpften nach den Vorausscheidungen um den Schweizer Meistertitel.

vorausscheidung-81_920px.jpg
Die zwölf Finalisten im Kampf um den Titeld es besten Schweizer Automobil-Mechatronikers.

Sonntag, 19 Uhr: Der Sieger steht nach drei Tagen schweisstreibenden Arbeiten fest: Er heisst Jean Trotti, und kommt aus Noréaz im Kanton Freiburg. «Die Finalisten hatten alle die gleichen Voraussetzungen, aber dieser Wettbewerb sucht die Perfektion. Die Details machen den Unterschied und dass man kämpft,» meinte Trotti am Sonntag nach der Siegerehrung.

Auf dem Podest standen auch Janik Leuenberger aus Madiswil mit der Silber- und Michael Ulrich aus Muotatal mit der Bronzemedaille. Für die sympathischen Gewinner der ersten beiden Plätze geht es nun an den 5-Länder-Wettkampf, der voraussichtlich im Januar im Südtirol stattfinden wird. Dabei wird unter den beiden auch der Schweizer Teilnehmer für die WorldSkills Competition (Berufsweltmeisterschaft) im August 2015 in Sâo Paolo erkoren.

www.swissskillsbern2014.ch


Lukas Hediger 2013: Ein «Lastwägeler» holt WM-Bronze

lukashediger_welcome_kloten_920px.jpg

Lukas Hediger aus Oberarth/SZ gehört weltweit zur Spitze in seinem Fach. Der Automobil-Mechatroniker (Fachrichtung Nutzfahrzeuge) hat an den Berufs-Weltmeisterschaften 2013 (WorldSkills Competitions) in Leipzig den dritten Rang erreicht. Mit seiner Leistung stellt er die Qualität der Ausbildung in den Betrieben des Auto Gewerbe Verband Schweiz (AGVS) unter Beweis.

Mehr zur Erfolgsgeschichte von Lukas Hediger lesen Sie im «AUTOINSIDE»


WorldSkills Leipzig 2013: Wir waren dabei

 


Die Vereinigung Swiss-Skills hat die fantastischen Erinnerungen von den WorldSkills 2013 in Leipzig gesammelt. Es gibt auf der Seite sogar ein Interview mit Lukas Hediger zu hören.

Audio 1: Schweizermeister Lukas Hediger vor den WorldSkills 2013


Audio 2: Lukas Hediger ist Bronzemedaillengewinner an der Berufs-WM 2013

 

 


Flavio Helfenstein 2011: Das Schweizer Automobilgewerbe ist Weltmeister

helfenstein_skills_gold_920px.jpg

Das Jahr 2011 war ein ganz besonderes für das Schweizer Autogewerbe. An den WorldSkills in London sicherte sich Automobil-Mechatroniker Flavio Helfenstein aus Hildisrieden/LU den Weltmeistertitel.

 

 


«Über Scherben zum Sieg» titelte die NZZ


Sein WM-Titel eröffnete Flavio Helfenstein viele Kontakte und Möglichkeiten und machte ihn zum Sprachrohr des Nachwuchses seiner Branche. Unter anderem moderierte er zusammen mit Christa Rigozzi den Tag der Berufsbildung 2014 in Basel.

Beitrag im AUTOINSIDE 3/2014 [PDF]



 

nach oben