Axa, Amag und Co arbeiten an digitalem Fahrzeugdossier

13. Oktober 2017 agvs-upsa.ch - Die sogenannte Blockchain wird von Experten als der nächste digitale Innovationssprung bezeichnet. Mit der Schweizer Softwareschmiede Adnova arbeitet der Versicherer Axa an einem Fahrzeugdossier, das auf dieser Technologie aufbauen soll.


In einem ersten Schritt fokussiert das Projekt auf den Occasionsmarkt.

sco. Die Liste der am Projekt beteiligten Firmen und Institutionen ist eindrücklich: Neben Axa und Adnova sind die Universität Zürich, die Hochschule Luzern, das Strassenverkehrsamt Aargau, die Autoimporteurin Amag sowie der Caresharing-Dienst Mobility involviert. Ziel der Projektgruppe ist ein digitales Fahrzeugdossier, das mit der als bahnbrechend geltenden Blockchain-Technologie funktionieren soll. Alle relevanten Informationen über den Lebenszyklus eines Fahrzeuges werden demnach in der «Chain» abgelegt und können von verschiedenen Stakeholdern eingespeist und genutzt werden.

Dazu zählen die Initianten beispielsweise Fahrzeughersteller, Teilelieferanten, Versicherungen, Importeure, Garagen, Occasionshändler und -portale, Fahrzeugbewerter, Strassenverkehrsämter, Flottenmanager, private Käufer, Verkäufer, Mieter, Vermieter und Verwerter. Als Pilotprojekt fokussiert das Projekt den Eigentümerwechsel im Gebrauchtwagenmarkt.

Digitaler Kontoauszug
Die Blockchain ist, stark vereinfacht ausgedrückt, ein digitaler Kontoauszug. Dort sind alle Transaktionen verbucht, die abgewickelt und auf verschiedenen Rechnern eines dezentralen Netzwerks abgelegt worden sind. Alle an der Blockchain beteiligten Akteure haben jederzeit Zugang zu den notwendigen Informationen. Und mit der dezentralen Organisation lassen sich Abwicklungswege massiv verkürzen und beschleunigen. Dass der neuen Technologie grosses Potenzial nachgesagt wird, lässt sich auch daran ablesen, dass der Bund das Projekt unterstützt. Es wird von der Eidgenössischen Kommission für Technologie und Innovation mitfinanziert.
 
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