Besuch aus Kosovo: Der AGVS als Entwicklungshelfer in Sachen Berufsbildung

11. Mai 2017 agvs-upsa.ch - Auf Initiative des Präsidenten der Handelskammer Schweiz-Kosovo, Stefan Sarkany, und des Präsidenten der AGVS-Sektion Waadt, Nicolas Leuba, haben der Vizeverkehrsminister des Kosovos, Fehmi Mujota, und eine Delegation das Ausbildungszentrum in Yverdon-les-Bains und jenes in der Mobilcity in Bern besucht.


Die Delegation vor der Mobilcity in Bern. Mit dabei Arjeta Berisha als Übersetzerin sowie Werner Bieli (2. v. r) und Olivier Maeder (r.).

ak. Ziel des Besuchs war der Austausch von Informationen zu Best Practices im Bereich Transport sowie die Sensibilisierung der kosovarischen Behörden für die Berufsausbildung in der Automobilbranche. Die duale Berufsausbildung, das heisst die Verbindung von Schule und Arbeitspraxis, wird in der Schweiz wie in einer Gesellenbruderschaft von Lehrmeistern erteilt und hat sich für das erfolgreiche Erlernen des Gewerbes bewährt.
 
Die Idee besteht darin, kosovarischen Jugendlichen ein solches Ausbildungssystem durch Investitionen in Ausbildungszentren für das Automobilgewerbe bereitzustellen, damit sie im Kosovo eine Berufsausbildung absolvieren können. Das junge Land könnte somit unabhängig in Bezug auf die Berufsausbildung und das Fachwissen in diesem Bereich werden.


Bild links: Arjeta Berisha übersetzt für den Minister die technischen Begriffe ins Albanische.
Bild rechts: Ein Lernender erklärt dem Minister die Funktionsweise der Druckluftbremsanlage - auf albanisch.

Im Rahmen ihres Besuchs hatte die kosovarische Delegation zudem die Gelegenheit, in der Mobilcity – dem Kompetenzzentrum für Auto und Transport – Einblick in die Arbeit des AGVS und seiner Partner im Bereich der Aus- und Weiterbildung zu erhalten. Sei es nun auf einen Sprung zu Heiko Zumbrunn (Schweizermeister Carrosserie Spenglerei) bei seinen Vorbereitungen auf die World Skills 2017 in Abu Dhabi, oder die Erläuterung der Funktionsweise einer Druckluftbremse durch einen Lernenden im Bereich Automobil-Mechatroniker für Nutzfahrzeuge auf Albanisch.
 
Der Delegation wurde einiges geboten. Auch die Arbeiten der Prüfungsexperten kamen dabei nicht zu kurz. So führte Werner Bieli, Präsident der Qualitätssicherungs-Kommission Automobildiagnostiker, die Delegation passioniert durch die unterschiedlichen Aufgabenbereiche der Experten. Sprachbarrieren kamen dabei Dank der kompetenten Simultanübersetzung auf Albanisch durch Arjeta Berisha, Mitarbeiterin des AGVS gar nicht erst zustande. Abgerundet wurde die Führung mit einem feinen Mittagessen im Restaurant der Mobilcity.
 
Die AGVS-Sektion Waadt ist bereit, die kosovarischen Behörden in Zukunft bei der Schaffung ähnlicher Zentren im Kosovo zu begleiten. Davon würden auch die Schweizer Versicherer profitieren: Sie könnten sich bei einer Panne im Kosovo auf qualifizierte Fachkräfte für die Reparatur von in der Schweiz zugelassenen Fahrzeugen verlassen.


Besuch der Delegation vor dem AGVS Bildungszentrum in Yverdon (v. l. n. r.): Imri Limani, Selim Ademaj, Philippe Monnard, Ramadan Avdiu, Nicolas Leuba, Fehmi Mujota, Stefan Sarkany und Rexhep Bajraktari.
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