Eröffnung Auto-Salon: Bundesrat Johann Schneider-Ammann beim AGVS

9. März 2017 agvs-upsa.ch – Nach zwei Pressetagen hat der 87. Auto-Salon in Genf am Donnerstag um 10.00 Uhr seine Tore auch fürs Publikum geöffnet. Der Bundesrat war vertreten durch Johann Schneider-Ammann, der sich viel Zeit am AGVS-Stand nahm.


Bundesrat Johann Schneider-Ammann unterhält sich am AGVS-Stand angeregt mit Zentralpräsident Urs Wernli (2. v. r.), Leiv Andresen (r. Team ETH Zürich) und Joël Ingold (l. Team Berner Fachhochschule).

sco. Als Bildungsminister interessierte er sich sichtlich für die beiden Elektro-Rennwagen der Formula Student, die dieses Jahr am AGVS-Stand viele Blicke auf sich ziehen. AGVS-Zentralpräsident Urs Wernli stellte JSA die beiden Teams der ETH Zürich und der FH Bern vor und sprach angeregt mit dem Magistraten über die Entwicklung des Garagisten vom Verkäufer und Reparateur zum Mobilitätsdienstleister.

Am offiziellen Teil hatte sich Johann Schneider-Ammann als veritabler Autofan geoutet. Er erinnerte an seinen ersten Wagen: „Das Dreier-Modell eines deutschen Auto-Herstellers. Ich nenne die drei Buchstaben nicht, ich will ja die Konkurrenz nicht verärgern“; meinte JSA mit einem Augenzwinkern. Daher sei es eine „wahre Freude“ für ihn, diesen Salon zu eröffnen: „Ich liebe Autos.“

Schneider-Ammann erwähnte aber auch die Herausforderungen, die auf die Branche zukommen: Elektromobilität, Car-Sharing oder auch der drohende Protektionismus: Er sei überzeugt, dass die Auto-Industrie eine Antwort darauf finden werde, so der Bundesrat und frühere Unternehmer: „Die Auto-Industrie muss sich gegen neue Konkurrenz wehren. Dazu muss sie das Beste aus der analogen und der digitalen Welt kombinieren.“ Als Bildungsminister wies er in diesem Zusammenhang auch auf unser duales Bildungssystem mit seiner Offenheit und Durchlässigkeit hin.

Vom Genfer Staatsrats-Präsident François Longchamp war Schneider-Ammann zuvor mit den Worten „Rire c’est bon pour la santé“ auf die Schippe genommen – in Anlehnung an seine Rede zum „Tag der Kranken“, die letztes Jahr zum viralen Hit wurde. JSA antwortete mit der Anekdote, die sich einige Tage später im Weissen Haus ereignete: Präsident Barack Obama habe ihn mit einem Augenzwinkern und den Worten „I know you“ begrüsst...

In seiner Rede sprach JSA auch den amtierenden US-Präsidenten Donald Trump an – ohne in namentlich zu erwähnen – und warnte vor protektionistischen Tendenzen. „Protektionismus ist für die Schweiz keine Option. Wir bauen Tunnels, die Menschen verbinden. Und wir empfehlen den anderen, keine Zäune und Mauern zu bauen.“

JSA schloss seine launige Rede mit einem Ausruf, der für etwas Erheiterung sorgte: „Viva la Suisse! Switzerland First!“

 
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