Für eine saubere Zukunft: Immer effizienter dank moderner Technik

Kaum eine Branche widmet dem Thema Energieeffizienz so viel Aufmerksamkeit, wie die Autobranche. Mit Erfolg: Der Treibstoffverbrauch ist von 1990 bis 2010 um 25 % zurückgegangen. Das Erstaunliche dabei: Die Motoren sind bei gleichem Hubraum heute durchschnittlich um 22 % leistungsfähiger.

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Der durchschnittliche Treibstoffverbrauch (Normverbrauch) der neuen Schweizer Personenwagen ist im Jahr 2012 auf 6,21 Liter pro 100 Kilometer gesunken. Das sind 0,18 Liter oder 2,8 % weniger gegenüber 2010.

Dass der durchschnittliche Treibstoffverbrauch abnimmt, ist auch das Verdienst der Käuferinnen und Käufer von neuen Autos. Mehr als die Hälfte von ihnen entscheiden sich für ein Fahrzeug der Energieeffizienz-Kategorien A oder B. Der Neuwagenkauf ist eine der wichtigsten Entscheidungen eines Haushalts bei der Frage, was er für die Umwelt tun möchte.

Allerdings können auch Besitzerinnen und Besitzer von älteren Autos mit dem AutoEnergieCheck zum Energiesparen beitragen.


Immer effizienter unterwegs dank neuer Ideen

Aber auch die Automobilingenieure nehmen ihre Verantwortung gegenüber der Umwelt und die Kundenbedürfnisse ernst: In den Laboren und auf den Prüfständen und Teststrecken der Autobauer werden immer neue Mittel und Methoden ertüftelt, die den Treibstoffverbrauch vermindern sollen.

So lassen sich einige Fahrzeuge zum Beispiel im «Segelmodus», bei dem der Motor bei voller Fahrt ausschaltet, bewegen. Dies, nachdem Tests gezeigt hatten, dass in etwa 30 Prozent aller Fahrzeiten die Motorenkraft gar nicht benötigt wird. Und auch Toyota hat mit seiner neuen Generation von Verbrennungsmotoren einen grossen Schritt in Sachen Energieeffizienz machen können. Indem der japanische Autobauer die effizienzsteigernden Massnahmen, die bisher nur in den Verbrennungsmotoren von Hybridfahrzeugen zum Einsatz kamen, weiterentwickelte, kann er diese auch bei den klassischen Benzinmotoren verwenden. Damit erzielt er einen hohen thermischen Wirkungsgrad von bis zu 38 Prozent.


Weniger CO2-Ausstoss – dank moderner Technik

Mit dem Treibstoffverbrauch haben sich auch die CO2-Emissionen neuer Autos verringert: um 17 % zwischen 2003 und 2010. Der durchschnittliche Ausstoss betrug im Jahr 2012 noch 151 Gramm CO2 pro Kilometer. Das sind 2.6 % weniger als im Vorjahr (2011: 155 g/km).


Allerdings ist die Sache nicht so einfach: Zwar stösst das einzelne Auto immer weniger CO2 aus. Weil aber die Bevölkerung wächst und immer mehr Menschen unterwegs sind, steigt der Gesamt-Energieverbrauch nach wie vor an – weltweit und in der Schweiz.


Hinzu kommt, dass die Vorliebe der Schweizerinnen und Schweizer für grössere und damit schwerere Autos ungebrochen ist. Zudem werden die Autos wegen mehr Komfort- und Sicherheitsausstattung immer schwerer. Das Leergewicht der Neuwagen hat 2012 um 1,8 % zugenommen und mit 1510 kg (2011: 1'483 kg) einen neuen Rekordwert erreicht. Dieser Gewichtsanstieg kompensiert einen Teil der technischen Effizienzverbesserungen, denn pro 100 kg Zusatzgewicht verbraucht ein Personenwagen rund 0.4 Liter mehr Treibstoff.


Der durchschnittliche Hubraum der Neuwagen ist nach mehreren rückläufigen Jahren leicht angestiegen und liegt neu bei 1805 cm3 (+25 cm3 gegenüber Vorjahr). Dabei besteht zwischen den unterschiedlichen Hubraumklassen ein grosser Unterschied: Der Anstieg ist ausschliesslich in den Hubraumklassen über 2000 cm3 zu verzeichnen, während in den tieferen Hubraumklassen die Tendenz hin zu kleineren Motoren anhält.


Dauer-Brennpunkt Energieverbrauch

Der Energieverbrauch ist Dauerthema der politischen Debatte. Hauptgrund dafür sind die beschränkten Ressourcen nicht erneuerbarer Energie und die Klimaerwärmung. Letztere wird nach gängiger Meinung durch den CO2-Ausstoss mitverursacht. Eine wichtige Rolle in den Bemühungen um Energieeffizienz spielt die steigende weltweite Nachfrage nach Energie.

Die Internationale Energieagentur (International Energy Agency) hat für den weltweiten Energieverbrauch folgende Prognose gemacht:

  • Bis 2030 nimmt der Verbrauch von fossiler Energie (Erdöl, Erdgas, Kohle etc.) um 37 bis 50 % zu
  • Bis 2030 nimmt der CO2-Ausstoss um 39 bis 55 % zu

 

 

Energie sparen: Der Verkehr ist entscheidend

Bei den Bemühungen, Erdöl zu sparen, ist der Verkehr sehr wichtig. Geeignete Massnahmen tragen bis zu 60 % an mögliche Einsparungen bei. Zwei Drittel davon machen energieeffizientere Fahrzeuge aus, einen Drittel Biotreibstoffe.


Zu beachten ist dabei: Zwar haben reine Elektroautos inzwischen ihren festen Platz in der Palette der Automodelle. Aber der Verbrennungsmotor wird auch in Zukunft der mit Abstand häufigste Antrieb von Autos sein. Unterstützt wird er dabei immer häufiger von einem Elektromotor (Hybrid).


Die Art der Motorisierung bestimmt neben dem Fahrzeuggewicht in erster Linie die Höhe des Treibstoffverbrauchs und des CO2-Ausstosses.


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