Fahrerassistenzsysteme: Wenn das Auto mitdenkt und mitlenkt

Die Hersteller unternehmen viel, um die Sicherheit der Autoinsassen noch besser zu gewährleisten. Immer bessere Systeme im Auto sorgen für die passive Sicherheit.

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Die Bedürfnis nach Sicherheit auf der Strasse gehört zu den Hauptanliegen von Herr und Frau Schweizer. Beim Kauf eines neuen Autos können die Sicherheitssysteme ausschlaggebend sein. Deshalb unternehmen die Hersteller grosse Anstrengungen, um den Lenker bei der Autofahrt zu entlasten und zu unterstützen. Und das schon seit Längerem: Den Anfang machten schon in den 70er-Jahren die Gurtsysteme, die heute nur noch eines von vielen Sicherheitselementen im Auto sind.

Wie die Sicherheitsgurte gehören auch die Airbags zu den passiven Sicherheitssystemen. Auch diese wurden stetig weiterentwickelt. Längst schützen sie den Fahrer nicht mehr nur bei einem Frontalzusammenstoss. Seitlich eingebaute Airbags sorgen auch für mehr Sicherheit bei einem seitlichen Aufprall – und das sowohl für den Fahrer als auch für die restlichen Mitinsassen. Mit Aussen-Airbags und strukturellen Massnahmen wird auch die mögliche Unfallbeteiligung anderer Verkehrsteilnehmer berücksichtigt.

 

 


Neue Verbundstoffe: Herausforderung für die Sicherheitsverantwortlichen 

Für besseren Insassenschutz sorgen darüber hinaus auch die mitdenkenden Systeme in den Autos. ABS, automatischer Abstandmesser, moderne Beleuchtungssysteme, ASR, Verkehrszeichenerkennung, Spurassistenten, ESC, die Notruffunktion «E-Call» oder die City-Notbremsfunktion sind wertvolle Helfer in Extremsituationen und tragen zur Sicherheit bei. Die Assistenzsysteme werden laufend weiterentwickelt.


ABS

Das Antiblockiersystem (ABS) verhindert bei einer Vollbremsung das Blockieren der Räder, damit das Fahrzeug lenkbar bleibt. Das ABS-Steuergerät misst die Drehzahlen der Räder und passt die Bremskraft automatisch an.


ESC

Die Electronic Stability Control (ESC) erkennt mit Messungen verschiedener Parameter wie Lenkwinkel, Raddrehzahl und Querbeschleunigung, ob ein Auto ausbricht. Durch den Eingriff in das Motor-, Brems-- und Getriebemanagement reagiert das Auto auf Schleudertendenzen und kann es mit dem Abbremsen einzelner Räder in der Spur halten.


Automatische Abstandregelung ACC

Mit einem Radarsensor misst das Auto die Distanz zum vorausfahrenden Fahrzeug. Wird eine drohende Auffahrkollision erkannt, kann das System das Auto bis zum Stillstand abbremsen.


Moderne Beleuchtungssysteme

Der Dynamic Light Assist arbeitet mit einer Kamera in Fahrtrichtung. Er erkennt andere Verkehrsteilnehmer und Fussgänger und blendet das Fernlicht automatisch ab, damit diese nicht geblendet werden. Beim dynamischen Kurvenlicht schwenken die Scheinwerfer automatisch mit der Kurvenkrümmung mit. Das Licht fällt so immer genau auf die Fahrbahn.


Spurassistent

Ab 65 km/h erfasst eine Kamera die Strassenmarkierungen. Erkennt das System einen unbeabsichtigten Spurwechsel, wird eingegriffen.


Notruffunktion «E-Call»

Ab 2015 sollen alle Autos in der EU mit dem E-Call (kurz für Emergency Call) ausgerüstet sein. Bei einem Unfall wird automatisch Alarm ausgelöst und Hilfe angefordert.


City-Notbremsefunktion

Dieses System arbeitet unter 30 km/h. Wenn der Fahrer ein Hindernis übersieht, kann das Notsystem selbstständig abbremsen und so Auffahrunfälle vermeiden.


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