«Der AGVS hat sich geöffnet»

3. Juni 2019 agvs-upsa.ch – AEC, Tuttobene oder Quality1: René Degen sitzt seit 20 Jahren im AGVS-Zentralvorstand und war an zahlreichen neuen Dienstleistungen für die Garagisten direkt beteiligt. Zum Jubiläum blickt der Inhaber der Gorenmatt Garage in Binningen BL zurück.

abi. Aller Anfang ist schwer. Dies galt auch für den bald 63-jährigen René Degen, als er vor 20 Jahren in den Zentralvorstand gewählt wurde. «Die Verbandsarbeit kennenzulernen und das entsprechende Netzwerk aufzubauen, war anspruchsvoll», sagt er. «Aber ich liess mir nichts anmerken und gab Vollgas.» Von diesem Nichtlockerlassen konnte er schliesslich profitieren: «Ich habe immer mehr Freude an der Aufgabe bekommen und sehr viel gelernt – beispielsweise auf politischer Ebene, aber auch Dinge, die ich für die Führung meines Betriebs im Alltag gebrauchen kann.» Dies sei ein Grund, weshalb er noch immer im Zentralvorstand (ZV) sei.

Ein weiterer Grund sind die Treffen mit seinen Vorstandskollegen. «Ich bin immer frisch motiviert, wenn ich aus den Sitzungen komme», sagt er. Dadurch könne er die Mitglieder in der AGVS-Sektion beider Basel ebenfalls motivieren und schöpfe Freude für seinen Arbeitsalltag.

Braucht der passionierte Segler einen zusätzlichen Motivationsschub, dann zieht er sich in sein «Segelzimmer» in der Garage zurück. Der gemütliche Raum ist gefüllt mit Segelbildern, Zeitungsausschnitten und Modellen von Segelschiffen. 

Weitere Kraftorte, um abzuschalten und sich neu zu motivieren, seien sein Segelschiff auf dem Thunersee und seine Familie. Nur dank deren Unterstützung und den «tollen Mitarbeitern wie Werkstattleiter Michel Froehlich habe ich den Freiraum für die Verbandsarbeit».


René Degen (links) mit seinem Team von der Gorenmatt Garage in Binningen.

Auch aus der Lehrlingsausbildung kann der ehemalige Gewerbeschullehrer Kraft schöpfen. «Das macht einfach Spass und man bekommt von den jungen Leuten so viel zurück», betont er. «Ich kann meine Kollegen nur motivieren, selbst Lehrlinge auszubilden.» Aktuell beschäftigt sein Betrieb drei Auszubildende – einen Automobil-Fachmann sowie zwei Automobil-Assistenten. Insgesamt hat Degen ungefähr 40 junge Berufsleute ausgebildet.

Wichtige Beziehung zur Zentrale
In den ZV sei er gekommen «wie die Jungfrau zum Kind», sagt Degen, der seine ganze berufliche Laufbahn im Autogewerbe verbrachte. Lange war ihm der AGVS gar nicht wirklich bekannt. «Erst als ich mit 27 Jahren Prüfungsexperte wurde, habe ich den Namen AGVS gehört.» 

Als die Sektion beider Basel einen neuen Mann für Bern suchte, kam er zum Handkuss: Daniel Riedo – Degens ehemaliger Gewerbeschullehrer, Mentor und Wegbegleiter – schlug ihn für das Amt im ZV vor. «Unsere Sektion wollte wieder jemanden im Zentralvorstand haben. Denn die Beziehung zur Zentrale ist sehr wichtig.» 

Degen wurde in den Sektions- und gleich danach – im Juni 1999 – in den Zentralvorstand gewählt. Dort präsidiert er die Kommission «Service, Technik, Umwelt», die KSTU. «Umwelt habe ich an den Namen angehängt. Ich dachte vor zehn Jahren, dass dies zum Thema wird», sagt er nicht ohne Stolz. Degen ist ein Visionär und als solcher in der Kommission an der Entwicklung vieler Dienstleistungen direkt mitbeteiligt. Dazu zählen beispielsweise der AEC, Tuttobene oder die AGVS Garantie by Quality1 AG – alles Meilensteine für den AGVS, wie er betont. «Unsere Kommission ist effizient, wir haben eine gute Kollegialität und immer wieder neue Ideen.» Dabei werden sie auch von den AGVS-Kundenberatern unterstützt, die ihnen von den Anliegen der Garagisten berichten und Rückmeldungen liefern.

Diese seien durchwegs positiv. Ein Grund dafür: Die Kommission ist kritisch, wenn Vorschläge für neue Dienstleistungen kommen. «Wir sind stark, weil wir ‹Frontschweine› sind und wissen, was es braucht», sagt Degen. «Wir schmettern auch einmal einen Vorschlag ab, wenn wir nicht überzeugt sind.» Ein Kränzchen windet er auch der Zentrale in Bern, die tatkräftig mithilft und die Ideen der KSTU schliesslich umsetzt.

Aktuell beschäftigt sich die Kommission mit Dienstleistungen im Bereich «Digitalisierung» – die Mitglieder sollen weiter sensibilisiert werden. «Eine Frage ist beispielsweise, wie es für die Garagisten weitergeht, wenn die Elektroautos vermehrt auf den Markt kommen», sagt Degen. «Das wird rasch passieren. Wir müssen bereit sein für den Wandel und uns mit der Situation anfreunden.» Degen weiss, von was er spricht. Als Nissan-Händler ist er mit dem Leaf schon länger am E-Auto-Markt vertreten.

Näher am Garagisten und Kunden
Nicht nur in der Kommission ist viel passiert, auch der AGVS hat sich in den vergangenen 20 Jahren verändert. «Der Verband hat sich nach Aussen geöffnet und wurde moderner», sagt Degen, der noch keine Amtsmüdigkeit spürt. «Heute wird der AGVS auch von der Politik wahrgenommen.» Gleichzeitig sei der AGVS näher am Garagisten und den Kunden. «Obwohl der AGVS nicht stark beworben wird, nimmt der Kunde den AGVS-Garagisten mehr wahr. Der AGVS ist für den Kunden Garant, dass er mit ehrlicher und guter Arbeit bedient wird.»

Für den AGVS sieht er in Zukunft keine Probleme – im Gegenteil. «Der Verband ist sowohl für die Berufsbildung als auch für die Mitglieder sehr wichtig», ist er überzeugt. «Je härter es wird, desto näher rücken wir zusammen.» Das zeige sich auch in der erfolgreichen Akquisition von Neumitgliedern. Für ihn ist klar: «Das Bedürfnis für den Verband ist da.»
Feld für switchen des Galerietyps
Bildergalerie

Kommentar hinzufügen

Bild-CAPTCHA
Geben Sie die Zeichen ein, die im Bild gezeigt werden.

Kommentare