«Alles neu und alles viel zu klein»

Zürcher Berufsmeisterschaften

«Alles neu und alles viel zu klein»

8. November 2021 autoberufe.ch – Der Zürcher Berufsmeister 2021 heisst Silvan Kech, Automobil-Mechatroniker NFZ aus Hinwil. Dass er als Nutzfahrzeugler alle seine PW-Kollegen in die Schranken wies, überraschte den Zürcher Oberländer.
 
«Schauen Sie sich dieses Achsvermessungsgerät an!» Silvan Kech zeigt auf das Lenkgeometriegerät «Q.Lign», das der AGVS-Sektion Zürich von der Gassner AG für die Berufsmeisterschaften zur Verfügung gestellt worden war: «Ich hatte so etwas zuvor noch nie gesehen. Oder den Posten Beleuchtung, an dem man das Licht korrekt einstellen musste. Das war alles neu für mich – und vor allem zu klein.» In seiner beruflichen Grundbildung im Armeelogistikcenter Hinwil hatte es Silvan Kech ausschliesslich mit grossen Nutzfahrzeugen zu tun. «Ich bin schon sehr überrascht, dass ich hier gewinnen konnte.» Silvan Kech verwies Marvin Amman (Octane 126, Wallisellen) und Rafael Götsch (Porsche Winterthur Amag First) auf die Plätze. Die einzige Frau im Teilnehmerfeld, Martina Stössel aus Bäretswil, belegte Platz 8.
 

Der Drittplatzierte Rafael Götsch (2.v.l.) und der Zürcher Berufsmeister Silvan Kech (3.v.l.), begleitet von Christian Müller, Andreas Billeter, Auto-Zürich-Präsident Karl Bieri und Peter Krieg (rechts), Organisator der Autotecnica. Fotos: AGVS-Medien.

«Ich bin beeindruckt, mit welcher Coolness diese jungen Leute an die Aufgabe herangegangen sind», staunte Thomas Küderli, Geschäftsführer der Gassner AG. «Ich wäre in diesem Alter so etwas von nervös gewesen. Aber die Jungen stellen sich an den Posten und ziehen das durch.»
 
Die 24 Automobil-Mechatroniker und 2 Automobil-Fachleute hätten sich einen Wettbewerb auf hohem Niveau geliefert, erklärte Andreas Billeter, Berufsbildungsobmann der AGVS-Sektion Zürich. An insgesamt sechs Posten – von der Fahrwerksvermessung über das Getriebe bis zur Elektronik – massen sich die jungen Berufsleute. «Es ist schön, dass wir diese Berufsmeisterschaften nach einem Jahr Unterbruch wieder durchführen konnten», sagte Christian Müller, Präsident der AGVS-Sektion Zürich, in einer kurzen Ansprache an die Adresse der Teilnehmenden. «Der Wettbewerb gibt Ihnen die Möglichkeit, Ihre Fähigkeiten unter Beweis zu stellen und die Leidenschaft zu zeigen, die wir alle für unseren Beruf haben.»
 
Mit den vier Wettkampftagen an der Auto Zürich Car Show waren die Verantwortlichen der Zürcher Sektion sehr zufrieden. Das Brain Village, in dem die Berufsmeisterschaften stattfinden, ist traditioneller Bestandteil des B2B-Bereichs Autotecnica. «Vor allem am Samstag und am Sonntag war das Besucheraufkommen sehr gut», sagt Andreas Billeter. «Wir haben viele gute Gespräche geführt – einerseits mit Garagisten, die die Autotecnica besucht haben, aber auch mit Familien, deren Kinder sich für eine berufliche Grundbildung im Autogewerbe interessieren.» Dabei seien auch die neuen Detailhandelsberufe auf grosses Interesse gestossen. «Das Auto fasziniert nach wie vor.»
 
Leidenschaftlich hatte Peter Krieg, Geschäftsführer der Baumgartner AG und Organisator der Autotecnica, auch den Abschluss der vier Tage in Zürich-Oerlikon gestaltet: Sängerin Gunvor begeisterte mit eigenen Liedern und Coverversionen bekannter Songs – und setzte sich dank ihrer grossartigen Stimme sogar gegen die «Fire-ups» an benachbarten Ständen durch. Auch das ist Auto Zürich.

Zürcher Berufsmeisterschaften

1, Silvan Kech, Armeelogistikcenter Hinwil
2. Marvin Amman, Octane 126, Wallisellen
3. Rafael Götsch. Porsche Winterthur Amag First
4. Noah Streissguth, Amag Kloten
5. Mario Brem, Karl Graf Automobile AG, Mettmenstetten

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Martina Stössel belegte als einzige Frau im Feld den 8. Platz.

 

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