auto-i: Occasionsmarkt bricht ein

auto-i: Occasionsmarkt bricht ein

29. Juni 2015 agvs-upsa.ch - Es ist die Kehrseite der Medaille: Während die Eurorabatte den Neuwagenmarkt beflügeln, bleiben die Gebrauchtwagenhändler auf Ihren Autos sitzen. Gemäss Hochrechnung von auto-i gab es im ersten Halbjahr 2015 markant weniger Halterwechsel.

Jetzt schlagen die Eurorabatte und Prämien auf Neuwagen voll durch und pushen deren Markt. Doch obwohl die Schweizer Garagisten und Gebrauchtwagenhändler schnell geschaltet und die Preise von Occasionen eurokompatibel angepasst haben, lagen die Handänderungen im ersten Halbjahr 2015 nach Hochrechnungen von auto-i unter dem schon tiefen Niveau von 2010.

Während sich der PW-Occasionsmarkt in der Schweiz und Liechtenstein in den ersten vier Monaten noch auf einem erstaunlich hohen Niveau bewegte, wurde der Aufwind im Mai und – nach Hochrechnungen von auto-i  – im Juni zur Flaute. Statt 60 961 Halterwechsel wurden gegenüber dem Vorjahr im Mai noch 57 955 und statt 58 480 werden im Juni voraussichtlich noch 55 671 registriert.

Summa Summarum resultieren gegenüber 363 914 Halterwechseln in den ersten sechs Monaten 2014 nur noch 353 388 Occasionsverkäufe im ersten Semester 2015. Dies entspricht einem Minus von rund drei Prozent. «Im Schweizer Occasionshandel lag das erste Halbjahr sogar unter dem Niveau von 2010, als wir nur 355 834 Handänderungen registrierten», sagt auto-i-dat-Statistikspezialist René Mitteregger.

Gemäss auto-i liegt der Einbruch bei den Handänderungen daran, dass im Moment sehr viele Neuwagen gekauft werden. Dies wird für die Zukunft logischerweise «neue» Occasionen erzeugen, denn viele, die jetzt einen Neuwagen kaufen, tauschen ihren Gebrauchten ein. Darum dürften in nächster Zeit auch die Standzeiten bis zum Wiederverkauf für Occasionen markant steigen. Was dann zeitverzögert durchaus nochmals einen Einfluss auf die Occasionspreise haben dürfte.

Im Markenranking sind sowohl im Rückgang als teilweise auch im Zuwachs folgende Zahlen zu beachten. So liegen zum Beispiel Dacia mit +17,64%, Jeep +14,65%, SsangYong +13,93% oder Skoda +8,75% und Hyundai +6,34% über dem Vorjahresergebnis, während die meisten übrigen Marken im einstelligen Prozentbereich zurück liegen.


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