Challenge Digitalisierung in der Garage

27. Juli 2018 agvs-upsa.ch – Die Digitalisierung der Autobranche ist in aller Munde. Vielgestaltige Themen wie Antriebstechnologien, autonome Fahrzeuge und Mobilitätsformen definieren die ganze Branche neu. Doch gibt es einen Königsweg, um als Unternehmen die Herausforderungen zu meistern und online à jour zu sein? Ein Blick hinter die digitalen Kulissen der Zulieferer und Importeure.


Liessen sich in die digitalen Strategiepapiere blicken: (v. l.) Kurt Wyssbrod (Markenchef Technomag), Urs Jaschke (Head of Digital Business Development, Amag), Martin Schmied (Geschäftsführer Hostettler Autotechnik AG), Maja Kaufmann (Markenchefin Derendinger), Matthias Krummen (Leiter Management & Services / Kommunikation bei der ESA) und Luca Balzli (Junior Digital Marketing Specialist, Motorex).
 
  1.  «Content is king»: Die beste technische Infrastruktur ist wertlos, wenn der Kunde nach dem Website-Besuche noch Informationslücken hat oder Inhalte vorfindet, die für ihn keine Relevanz haben.
  2. Agendaeintrag: Technomag-Markenchef Kurt Wyssbrod rät, ein fixes wöchentliches Zeitfenster als Erinnerungshilfe einzurichten. Motto: «Internetauftritt noch situationsgemäss?»
  3. Stringente Nutzerführung: Wenn ein Kunde einen Servicebutton buchen will und den Button nicht sofort findet, steigt das Frustpotenzial. Der sogenannte «Call to Action» (CTA) muss im Fokus stehen.
  4. Fakten schlagen Meinungen: Unter dem Credo «Fact Beats Opinion» gilt es, Kundendaten regelmässig mit Praxisbeobachtungen zu hinterfragen. «Nur weil man stolz auf ein firmeninternes Projekt ist, heisst das nicht, dass es den Kunden interessiert. Konzentrieren Sie sich auf das ‹Why?›», sagt das Amag-Digitalteam. Will heissen: Wieso besucht der Kunde die Website? Was sucht er? Was funktioniert aus seiner Sicht/nicht? Wie lassen sich Prozesse vereinfachen?
  5. Markenerlebnis aus einem Guss: Um ein nahtloses Web-Erlebnis zu ermöglichen ist es wichtig, bestehende analoge Kommunikationsmassnahmen (Flyer, Broschüren, Plakate, Rechnungen, POS-Material) browser- und geräteunabhängig – im Responsive Design – in den Digitalauftritt zu integrieren.
  6. Den Ball flach halten und einfach zuspielen: Die Devise beim Webtext und bei Videos lautet «So viel wie nötig, so wenig als möglich». Bullet points und Icons sind Merkhilfen und ziehen Aufmerksamkeit auf sich.
  7. Die Marke zum Brand werden lassen: «Entwickeln Sie mit Ihrem Team maximal drei Markenwerte, die Ihre Garage von der Konkurrenz abhebt und dem Kunden helfen, sich mit Ihrem Unternehmen zu identifizieren», rät die Amag (Beispiel: «Lokal, freundlich, professionell»). Solche Firmenwerte sind beispielsweise bei Diskussionen um einzelnen Web-Content eine wertvolle Entscheidungshilfe.
  8. Kunden- und Qualitätsumfragen: Rückmeldungen sind der einzige Weg, um die Wünsche der User zu antizipieren und schliesslich an neue Kunden zu gelangen.
Ratschläge nachlesen
Weitere Tipps rund um Webauftritt, Marketingmassnahmen oder die Effizienzsteigerung der Abläufe finden sich in der aktuellen AUTOINSIDE-Ausgabe auf Seite 24ff. Hier geht es zum E-Paper!

 
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