«Der Samstag war der absolute Wahnsinn»

1. September 2018 agvs-upsa.ch – Die Swiss Automotive Show 2018 schloss am Samstagnachmittag ihre Tore. Das Landeslager der Swiss Automotive Group (SAG) war während zweier Tage das Epizentrum des Schweizer Aftersales-Bereichs. Tausende Besucherinnen und Besucher liessen sich in Niederbipp informieren, inspirieren und unterhalten. SAG-Marketingchef Sébastien Moix zieht Fazit.
 
sco. Herr Moix, bevor wir zur Swiss Automotive Show 2018 kommen, müssen wir über die nächste, die vierte Ausgabe 2019 sprechen. Was bringt der angekündigte Umzug ins Forum Fribourg für die Aussteller?
Sébastien Moix: Der Umzug verschafft uns die Möglichkeit, unseren Ausstellern mehr Platz zur Verfügung zu stellen. Die Infrastruktur im Forum Fribourg ist hervorragend, die Ausstellungsfläche wird doppelt so gross sein wie hier in Niederbipp. Dieses Jahr konnten wir leider nicht alle Wünsche erfüllen und mussten sogar zehn bis zwölf Absagen erteilen. In Fribourg werden wir die ganze Messe unter einem Dach haben, nicht verteilt auf eine Halle und zwei Zelte.
 
Und für die Besucher?
Für die Besucher bringt Fribourg mehr Komfort. Es ist unser Ziel, die Messe noch attraktiver zu gestalten. Wir sind uns bewusst, dass der Weg nach Fribourg für unsere Gäste aus der Deutschschweiz etwas länger wird. Da wir wieder Busfahrten aus der ganzen Schweiz organisieren werden, sollte dies aber kein Problem sein, schliesslich ist Fribourg nur rund 15 Autominuten von Bern entfernt. Das Forum Fribourg hat in den letzten Jahren bewiesen, dass es in der Lage ist, Anlässe dieser Art sehr erfolgreich durchzuführen. Die Kommentare der Aussteller und auch der Besucher auf unsere Ankündigung waren durchwegs positiv.
 
Die Swiss Automotive Show 2018 ist Geschichte. Wie lautet Ihre erste Bilanz wenige Minuten nach dem Schliessen der Tore?
Wir hatten deutlich mehr Besucher als letztes Jahr…
 
Mehr als die 5000 von 2017?
Eine exakte Zahl kann ich Ihnen zum jetzigen Zeitpunkt nicht nennen, ich kann die Besucherzahl nur anhand der Zahlen des Caterings abschätzen. Am Freitag hatten wir 30 Prozent mehr Menüs zubereitet als im Vorjahr und der Samstag war ganz einfach unglaublich, der absolute Wahnsinn. Unsere Leute hatten angesichts des Besucherandrangs nicht einmal Zeit, etwas essen oder trinken zu gehen. Wir haben Mitarbeiter losgeschickt, um sie wenigstens mit Getränken zu versorgen…
 
Dann hatte das eher kühle und regnerische Wetter keine negativen Auswirkungen.
Überhaupt nicht. Am Samstag ist es in Niederbipp trocken geblieben und die kühlen Temperaturen waren kein Problem, wir können die Halle und die Zelte heizen.
 
Wie waren die Feedbacks der vielen Besucher?
Wir haben sehr, sehr positive Feedbacks erhalten. Die Leute stellen fest, dass die Messe noch attraktiver geworden ist. Auch die Aussteller haben uns viele Komplimente gemacht. Sie schätzen den direkten Kontakt mit den Garagisten, die ja ihre Endkunden sind. Auf jeden Fall hat mir keiner gesagt, er werde nächstes Jahr in Fribourg nicht dabei sein. Ich bin sehr zufrieden.
 
Eine der Herausforderungen der SAS ist das Aufrechterhalten einer funktionierenden Logistik der Swiss Automotive Group nicht nur während der Messe, sondern auch während des Auf- und Abbaus. Hat sich das neue Messelayout mit dem kleineren Zelt vor den Laderampen ausbezahlt?
Auf jeden Fall. Die Entscheidung war goldrichtig. Wir haben alles unternommen, um die Auswirkungen auf die Logistik möglichst gering zu halten; das ist uns gelungen. Trotzdem sind die Kollegen nicht unglücklich, dass wir nächstes Jahr in Fribourg sind (lacht).
 
Erstmals begleiteten die AGVS-Medien als Medienpartner die SAS mit einem AUTOINSIDE Extra. Wie haben Ihre Kunden und Gäste auf das 68 Seiten starke Messemagazin reagiert?
Den Leuten gefielt das AUTOINSIDE Extra mit vielen interessanten Artikeln über die Zulieferbranche und die wichtigsten Lieferanten der Industrie. Wir haben deshalb vereinbart, die Partnerschaft mit den AGVS-Medien auch 2019 fortzusetzen.
 
108 Aussteller haben an den zwei Messetagen ihre Produkte und Dienstleistungen präsentiert. Welche Stände respektive Auftritte haben Ihnen als Messechef besonders gefallen?
Allgemein hatte ich den Eindruck, dass die Stände im Schnitt attraktiver geworden sind. Die Aussteller haben offensichtlich noch mehr Aufwand betrieben. Es gab viele Wettbewerbe, viele Möglichkeiten zur Interaktion mit dem Publikum. Welcher Stand nun der beste war, ist schwierig zu sagen. Die Reifen- und die Schmierstofflieferanten haben sich sehr viel Mühe gegeben. Auch die grossen Stände beispielsweise von Ferodo, Mahle oder Saint-Gobain haben mir gut gefallen.
 
Mit dem TechForum legte die SAS den Fokus auf das Thema Bildung. Wie zufrieden sind Sie mit dem Interesse an diesen Fachvorträgen?
Ehrlich gesagt: Der Freitag war nicht gut. Wir haben dann für den Samstag Massnahmen getroffen, indem wir beispielsweise mit Lautsprecherdurchsagen auf die Referate hingewiesen haben. Das ist nicht ohne Wirkung geblieben. Aber auch bezüglich TechForum freuen wir uns auf Fribourg, wo die Konferenzräume unter dem gleichen Dach wie die Ausstellung sind. 
 
Am Samstagabend beginnt schon der Rückbau. Bis wann wird er abgeschlossen und die gesamte SAG-Logistik wieder im Normalbetrieb sein?
Wir werden am Samstag bis 22 Uhr mit dem Abbau beschäftigt sein und auch am Sonntag den ganzen Tag arbeiten. Ziel ist, dass man bis am Mittwochabend keine Spuren der Swiss Automotive Show mehr sieht.
 
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