Sicherheit und Gesundheit von Kunden und Mitarbeitenden stehen im Fokus

13. Mai 2020 agvs-upsa.ch – Die Freude über die Wiederinbetriebnahme der Showrooms ist gross. Dank Schutzkonzepten, Eigeninitiative und kreativen Ideen sind die Betriebe optimal ausgerüstet.

cst. Es war ein Moment, den sich das Autogewerbe lange herbeigesehnt hat: die Wiedereröffnung der Showrooms am 11. Mai. Allerdings war dieser Schritt mit verschiedenen Auflagen verbunden. Die Garagen müssen sich nicht nur an die Schutz- und Hygienemassnahmen des Bundesamts für Gesundheit (BAG) halten, sondern hatten auch ein Schutzkonzept umzusetzen. Der AGVS und die Branchenlösung BAZ haben mit Partnerorganisationen entsprechende Schutzkonzepte erarbeitet: für Betreiber von Waschanlagen, für Garagenbetriebe im After-Sales-Bereich, für den Sales-Bereich sowie für überbetriebliche Kurse und Weiterbildungen in der Automobilbranche. Eine Umfrage der AGVS-Medien zeigt, dass für die deutliche Mehrheit der Befragten das Umsetzen der Schutzkonzepte zwar eine Herausforderung ist, jedoch dank den bereitgestellten Informationen gut auszuführen ist. Nur ein kleiner Teil sagt, dass die Schutzkonzepte kostspielig und aufwendig umzusetzen sind.
 
Die Emil Frey AG in Ostermundigen hält sich nicht nur an das Schutzkonzept Sales, sondern hat zusätzlich eine Checkliste für die Desinfektion der Fahrzeuge erstellt, wie das Pendlermedium «20 Minuten» am Tag der Wiedereröffnung bei einem Besuch eindrücklich miterleben durfte. So werden beispielsweise jeden Morgen sämtliche Autos im Showroom und die Demofahrzeuge vom verantwortlichen Automobil-Verkaufsberater desinfiziert. Dasselbe gilt für alle Fahrzeuge nach Probefahrten, wobei bei begleiteten Fahrten jeweils Kunde und Verkäufer eine Hygienemaske tragen. Plexiglasscheiben und Bodenmarkierungen sorgen für genügend Distanz.

Geschäftsführer Franz Häfliger und sein Team haben lange auf die Wiedereröffnung gefreut, wie er sagt. Auch wenn er gehofft hatte, dass die Ausstellungs- und Verkaufsflächen bereits im April in Betrieb hätten genommen werden können. 


Die Motoren in den Showrooms wieder gestartet hat auch Ronnie Kessel, Inhaber und Chef der Kessel Group. Unter Einhaltung aller Gesundheitsschutz- und Hygienemassnahmen können Kundinnen und Kunden die Räumlichkeiten in Zug und Lugano wieder betreten. «Wir sind hocherfreut, endlich wieder persönlich für unsere Kunden da zu sein, und freuen uns auf ein Wiedersehen mit ihnen. Wir haben alle Massnahmen erfüllt, sodass sich unsere Kunden hier bei uns sicher fühlen können.» Zu den Massnahmen des offiziellen Händlers von einigen der renommiertesten Automarken der Welt wie Ferrari, Maserati, Bentley und Pagani gehören neben ausreichend Desinfektionsmittel auch einige Vorschriften. So muss der Sales Manager mindestens zwei Meter Abstand zum Kunden halten – auch wenn er das Auto im Detail erklärt. Maximal dürfen zwei Personen, die zum selben Haushalt gehören, sich das Auto mit dem Berater anschauen. Nach Probefahrten werden die sensitiven Stellen, wie beispielsweise das Lenkrad, der Türgriff und das Armaturenbrett desinfiziert.

Die Sicherheit und Gesundheit von Kunden und Mitarbeitenden stehen auch bei der Garage Keigel an erster Stelle: Die fünf Betriebe in Füllinsdorf, Frenkendorf, Basel, Oberwil und Zwingen haben mit ihren Teams alle empfohlenen Massnahmen umgesetzt. Um den Kaufinteressenten einen Anreiz zu geben, sich wieder direkt vor Ort – wenn auch mit Distanz und völlig kontaktlos – beraten zu lassen, bietet das Unternehmen potenziellen Interessenten bis Ende Mai einen Welcome-Back-Bonus von 500 Franken, der zusätzlich zu allen bestehenden Aktionen und Rabatten gewährt wird. Auch der auf den Verkauf von Gebrauchtwagen spezialisierte Automarkt Liestal, an dem die Garage Keigel massgeblich beteiligt ist, bietet einen Welcome-Back-Bonus in Höhe von 200 Franken.

Der AGVS setzte und setzt alles daran, die Garagenbetriebe in dieser herausfordernden Zeit zu unterstützen. So machte er sich unter anderem erfolgreich für eine Wiedereröffnung der Waschanlagen beim Bund stark und trägt die Anliegen der Werkstätten in die breite Öffentlichkeit hinaus, wie zahlreiche veröffentlichte Berichte in grossen Schweizer Medienhäusern zeigen. Auch fordert er, gemeinsam mit Partnerverbänden, wie zum Beispiel Auto-Schweiz, Kaufanreize für Neuwagen und Subventionen für Elektrofahrzeuge. Nicht zuletzt will man Anreize schaffen, um Lernende auszubilden. Denn: Nachwuchskräfte sind für die Autobranche unerlässlich.
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