Diskutieren, prüfen, weiterentwickeln

Die Ideenschmiede KSTU tagte in Bern

Viermal pro Jahr bringt die Kommission Service, Technik und Umwelt (KSTU) des AGVS Fachleute aus Garagenbetrieben und Verband an einen Tisch. Dabei werden aktuelle Branchenthemen besprochen, und neue Ideen geprüft. Am 5. März fand die erste Sitzung des Jahres statt.
Publiziert: 13. März 2026

										Die Ideenschmiede KSTU tagte in Bern
Hinterfragen und weiterentwickeln: Die KSTU-Sitzung in Bern am 5. März.

18 Personen nehmen an der Sitzung in der Mobilcity in Bern teil, die Präsident und AGVS-Zentralvorstandsmitglied Gaël Lanthemann um 9 Uhr eröffnet. Neu in der Kommission mit dabei sind Nina Peter, Co-Geschäftsleiterin der Zentrum-Garage Düdingen FR, sowie Rolf Saner von der Garage R. Saner in Mümliswil SO. der sich für einen Sitz in der KSTU bewirbt. Zunächst geht es um aktuelle Themen aus Zentralvorstand und Geschäftsleitung. Etwa, dass ein Wechsel des Kommunikationspartners bevorsteht: Ab 1. Juli übernimmt Stämpfli, direkt neben der AGVS-Geschäftsstelle gelegen, von Viva. Auch über die Einsetzung einer Findungskommission für die Suche nach einem neuen Zentralpräsidenten wird informiert.

 

Die grosse Bedeutung der Kooperationen

Danach gibt Fabrice Prieto, Kundenberater des AGVS und verantwortlich für die Westschweiz, Einblick in die Stimmen aus dem Markt. Vier Personen umfasst sein Team, das die AGVS-Mitglieder in der Schweiz betreut. Pro Quartal definierte das Team mehrere Fokusthemen – etwa die VBV-Pflicht beim Verkauf von Versicherungen oder den Wechsel der AGVS Assistance von Mobi24 zum ACS. Eine Befragung der Betriebe zeigt zudem, welche Themen die Branche derzeit besonders beschäftigen: die Abhängigkeit von Herstellern, sinkende Margen und der Fachkräftemangel.

Arnold Schöpfer, beim AGVS zuständig für Grundbildung & Höhere Berufsbildung, informiert weiters über Entwicklungen im Bildungsbereich. Ein besonderes Highlight war dabei die Fachausweisübergabe im «Meilenstein» Ende Januar in Langenthal für die Berufsgattung Automobildiagnostiker:in und Automobil-Werkstattkoordinator:in – ausgezeichnet wurden auch neun Frauen. Vorgestellt wird zudem die Webinarreihe zum Thema Fachkräftemangel. Der nächste Termin widmet sich der Schnupperlehre und der Gewinnung von Nachwuchstalenten.

Irene Schüpbach, Leiterin Dienstleistungen & Kundenberatung, ihrerseits blickt auf das Geschäftsjahr 2025 zurück. Sie zeigt auf, welche Kooperationen bestehen und welche Bedeutung sie für den Verband haben. So fliesst ein namhafter Betrag daraus in AGVS-Projekte, beispielsweise in die Weiterbildung.

 

Neues wird stets sorgfältig geprüft 

Auch mögliche neue Dienstleistungen stehen zur Debatte. Dabei zeigt sich, wie sorgfältig der Verband neue Angebote prüft. Ideen werden in der Kommission diskutiert, hinterfragt und weiterentwickelt, bevor sie umgesetzt werden. Ein Beispiel dafür ist eine mögliche Kooperation mit Inova, die zunächst in einem Pilotprojekt getestet wurde und nun weiterverfolgt wird. Inova betreibt eine mobile Werkstatt, welche Lack- und Parkschäden direkt vor Ort in der Garage effizient umsetzt. 

Weitere wichtige Einblicke liefern die Berichte der anwesenden Garagisten. Martin Antener, Geschäftsleiter der gleichnamigen Garage in Brügg BE, spricht über die Entwicklungen bei den Nutzfahrzeugen. Das Kunden-Interesse an Elektro-Nutzfahrzeugen, sagt er, sei im ersten Quartal leicht gesunken, die Fachkräftesituation wiederum stagnierend. Ins gleiche Horn stösst Markus Julmy, der als Garageninhaber in Schmitten FR die Perspektive der markenunabhängigen Betriebe einbringt und unter anderem mögliche Auswirkungen steigender Treibstoffpreise auf die Nachfrage nach Elektrofahrzeugen erwähnte.

 

Trend hin zu Ganzjahresreifen

Markus Peter, Leiter Technik Umwelt beim AGVS, stellt daraufhin den State-of-Health-Check für Batterien vor, dessen Webtool neu auf der Website verfügbar ist. Garagen sind aktiv dazu aufgerufen, sich daran zu beteiligen. Zudem führte er aus, dass in der Schweiz die Nachfrage nach Qualitätsreifen nach wie vor gross ist. Dazu trügen sowohl die Tests des TCS als auch die professionelle Beratung durch die AGVS-Garagen bei.

Des Weiteren, wenn auch noch auf relativ tiefem Niveau, sei in der Schweiz ein Trend hin zu Ganzjahresreifen zu verspüren. Weiterentwickelte Produkte, wie etwa der neue und speziell auf Schweizer Gegebenheiten zugeschnittene ESA+Tecar-Reifen, liefern gemäss Markus Peter gute Argumente, warum Autofahrende mit saisonaler Bereifung besonders sicher, effizient und umweltschonend unterwegs sind.

Fazit: Die KSTU bleibt ein zentraler Ort des Austauschs – und ein Gremium, in dem aus Diskussionen konkrete Lösungen für die Branche entstehen.

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