Flottentrends 2026

Kostenkontrolle im Fokus

Die Flottenmanagementlösung Webfleet nennt zum Jahresbeginn die Flottentrends 2026: Steigende Kosten, Margendruck und wachsende regulatorische Anforderungen prägen die Arbeit von Flottenmanagern. Eine Lösung lautet Digitalisierung.
Publiziert: 22. Januar 2026

Von

Timothy Pfannkuchen


										Kostenkontrolle im Fokus
Flottenmanagement: Immer häufiger werden integrierte Plattformen genutzt. Foto: Webfleet

Die Bridgestone-Tochter Webfleet, global von 50'000 Firmen als Flottenmanagementlösung eingesetzt, rechnet für 2026 damit, dass in Zeiten von Kostensteigerung und Margendruck die Kostenkontrolle zum zentralen Entscheidungskriterium im Flottenmanagement wird. Deshalb gewännen betriebliche Transparenz durch digitale Daten, die vorausschauende Wartung und automatisierte Prozesse an Bedeutung – mit direkter Wirkung auf Betriebskosten und Effizienz.

Wichtigste Grundlage jeder wirksamen Kostensteuerung sei Transparenz, so Wolfgang Schmid, Head of Central Region bei Webfleet. «Der grösste Hebel liegt darin, sichtbar zu machen, was im Fuhrpark tatsächlich passiert.» Erst, wenn Fahrten, Standzeiten und Einsatzmuster nachvollziehbar seien, liessen sich die Kosten gezielt beeinflussen. «Viele Kostenfaktoren bleiben ohne Daten verborgen, etwa, wie oft Fahrzeuge unterwegs sind oder wie lange sie beim Kunden stehen.»

 

Ökologie trifft Ökonomie

Digitale Lösungen brächten umso höheren Mehrwert, je besser sie in betriebliche Prozesse integriert seien. Disposition, Wartung, Controlling und Einkauf profitierten von durchgängigen Systemen, weshalb isolierte Insellösungen zunehmend durch integrierte Plattformen ersetzt würden. Auch Nachhaltigkeit sei zentral: Jede vermiedene Fahrt reduziert den Ressourcenverbrauch. Digitale Routen- und Einsatzplanung vermeidet Leerfahrten und lastet Flotten effizienter aus. Nicht nur ökologisch, auch ökonomisch sei Elektrifizierung ein Thema. «Es reicht nicht, nur auf E-Antrieb zu wechseln. Die Infrastruktur entscheidet, ob es sich rechnet. Das grösste Einsparpotenzial liegt im Depotladen», weiss Schmid. Fehlt Ladeinfrastruktur, bremse dies die Umstellung. 

 

Servicebedarf früh erkennen

Viele Unternehmen nutzten daher den bestehenden Fuhrpark länger. Dessen Wartung ist ein Kostenfaktor. Predictive Maintenance, sprich vorausschauende Wartung, sei hier der Schlüssel: Die Auswertung von Fahrzeug- und Betriebsdaten plus KI erlaube, Wartungsbedarf früh zu erkennen und zu planen. «Wartung kostet Geld. Unnötige Wartung verursacht Ausfallzeiten, zu spät durchgeführte Wartung kann noch teurer werden», so Schmid. Ziel sei der optimale Zeitpunkt, was auch Werkstätten entgegenkommt; automatisierte Wartungsplanung, digitale Schadenabwicklung und nahtloser Datenaustausch senkten zudem die administrativen Kosten.


Digitale Flottenlösungen wirken sich laut Schmid messbar auf die Kostensituation aus. «Beim Fahrverhalten lassen sich acht bis zehn Prozent Einsparung erzielen.» Zugleich profitierten die Disponenten und Chauffeure von klaren Prozessen. «Wenn die Routinearbeiten wegfallen und Planungen verlässlicher werden, steigt die Zufriedenheit», so Schmid. Für viele Unternehmen werde Digitalisierung daher entscheidend für Effizienz und Kostenkontrolle im Flottenmanagement.

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