Was machst du, wenn du mal den Faden verlierst, Maria Victoria?
Maria Victoria Haas, wieso ist der «Tag der Schweizer Garagen» für dich eigentlich ein so besonderer Anlass?
Im Berner Kursaal sind die geladenen Gäste immer mit viel Herzblut mit dabei. Das spüre ich auf der Bühne und gibt mir etwas zurück. Ganz grundsätzlich macht die Zusammenarbeit mit dem AGVS grossen Spass: Ihr seid unkompliziert, umgänglich, offen und sympathisch.
Du selbst magst das Garagengewerbe ebenfalls?
Absolut. Man spürt, wie fest die Beteiligten Freude an der Materie haben. Ganz grundsätzlich arbeite ich gerne mit Menschen zusammen, mit denen ich auch privat gerne einen Kaffee trinken würde. Es mag banal tönen, aber: Es ist einfach schön mit euch.
Worauf freust du dich dieses Jahr besonders?
Eine gute Frage (überlegt kurz). Eigentlich auf alles – und das ist wirklich so. Denn da ich nicht in eurer Branche tätig bin, bin ich offen für jedes Referat und lerne dabei jedes Mal einiges dazu. Ich bin schlicht gespannt auf das, was da präsentiert wird.
Du stehst als Frau in einem männerdominierten Umfeld im Scheinwerferlicht. Fühlt sich das speziell an?
Eigentlich nicht, nein. Ich freue mich schlicht darauf, dass so viele Leute im Saal sein werden. Und ich finde Männer ja grundsätzlich super nett (lacht).
Bist du eigentlich vor und während eines Auftrittes nervös?
Davor immer. Das legt sich meist, wenn ich die Begrüssung hinter mir habe und das Publikum spüre. Vor schwierigen, komplexeren Interviews schnellt der Puls hingegen schon nochmals in die Höhe. Manchmal kommt es allerdings vor, dass man das Publikum kaum spürt und sich denkt: Finden die den Anlass denn so schrecklich? Oder die Moderatorin? Lustigerweise erhalte ich nach einem solchen Event oftmals Komplimente im Sinne von: «Das war richtig gut.» Und ich denke mir: Wieso habt ihr denn nicht auf mich reagiert (lacht)?
Hast du einen Trick, wenn du mal den Faden verlierst?
Das ist mir zum Glück noch nie passiert, Gott sei Dank!
Du hast nie eine Panne erlebt?
Doch, natürlich.
Wir sind gespannt.
Einmal klebten zwei direkt aufeinanderfolgende Moderationskarten zusammen. Als ich die obere wegnahm, übersprang ich also eine – und vergass damit einen ganzen Programmpunkt respektive einen Gast. Der Event war praktisch schon fast vorbei, deshalb begann ich mit der Verabschiedung. Das Publikum schaute mich verwundert an, danach unterbrach ich mich selber. Das war zwar unangenehm, die betreffende Person nahms aber zum Glück mit Humor. In solchen Momenten ist Spontaneität und ein wenig Selbstironie gefragt. Man sollte nicht versuchen, etwas zu kaschieren.
Was passierte dann?
Ich ging ganz zum Schluss wieder auf die Bühne und sagte, dass ich die Verabschiedung nicht noch ein zweites Mal komplett vorlesen würde (lacht). Da haben dann auch alle im Saal gelacht.
Obligate Frage: Welches Auto fährst du selber?
Ich führe unsere Familientradition fort: Schon mein Vater besass einen Toyota mit 4x4-Antrieb. Das hat unter anderem damit zu tun, dass ich im Tessin wohne und oft über den San Bernardino in meine Heimat Graubünden fahre.
Welches war dein bisher schönster Roadtrip?
Roadtrips im wörtlichen Sinne unternehmen wir kaum. Ich erinnere mich an meine Kindheit, als wir jeweils rund 2000 Kilometer nach Spanien fuhren und endlos lange unterwegs waren. Horror! Während des zweiten Corona-Lockdowns fuhren wir als Familie allerdings mal in die Berge und alles hatte zu. Wir liefen im Schnee, gingen schlitteln – und assen anschliessend im Auto Zmittag. Mitten in einem verschneiten Tessiner Seitental. Es war kalt und ungewohnt, Ablageflächen gibts im Auto ja fast nirgendwo. Doch wir waren kreativ und genossen unser feines Essen. Eine tolle Erinnerung, die mir bis heute geblieben ist (schmunzelt).