Stimmen zum 20. «Tag der Schweizer Garagen»

«Wir nehmen aus Bern viele Inputs mit»

Die grösste Fachtagung der Schweizer Autobranche stand dieses Jahr unter dem Motto «Was sich rechnet – und was zählt!». Unternehmerische Verantwortung und Verrechnung von Dienstleistungen standen im Fokus. Hat sich der Besuch gelohnt?
Publiziert: 14. Januar 2026

Von

Jürg A. Stettler


										«Wir nehmen aus Bern viele Inputs mit»
Gute Stimmung am 20. «Tag der Schweizer Garagen», der grössten Fachtagung der Schweizer Autobranche. Foto: AGVS-Medien

«Ich empfand das Programm als kompakt, mit einem roten Faden und mit durchaus kontrovers diskutierten Themen – das hat mir sehr gut gefallen», erläutert Philipp Zimmermann, CEO des Platin-Partners des «Tags der Schweizer Garagen», Auto-i-Dat. «Zudem wurden zwar Probleme angesprochen, aber eben auch Lösungen aufgezeigt. Und die vorgestellte Studie ‹Garage 2035› der Universität St.Gallen finde ich super. Es wurden hier ja nur erste Highlights gezeigt, doch die machen Lust auf mehr, sodass man die ganzen 110 Seiten wissenschaftlicher Erkenntnisse zu unserer Branche lesen will.» 

Hubert Waeber, der ESA-Verwaltungsratspräsident, erklärt: «Der ‹Tag der Schweizer Garagen› war wie immer ein hervorragender Event, weil man hier Branchenkollegen, Importeure, Zulieferer und Garagistinnen und Garagisten trifft und sich zu spannenden Themen austauscht. Ich fand es sehr gut, dass die ganze Wertschöpfungsthematik und zu verrechnende Dienstleistungen angesprochen wurden.» Der Inhaber der Freiburger Garagengruppe AHG-Cars Fribourg SA ergänzte: «Garagen müssen sich besser und vor allem nicht unter Wert verkaufen! Die HSG-Studie hat für mich als Garagist, der sich mit offenen Augen um die Herausforderungen in der Branche kümmert, keine unerwarteten Erkenntnisse gebracht. Ich finde es jedoch gut, dass die Erkenntnisse aus dem Alltag nun wissenschaftlich untermauert wurden.» 

«Ich fand den Tag fachlich wie auch organisatorisch sehr gut. Die Vorträge waren sehr spannend, obwohl sie zwar trockene, aber für Garagen und Unternehmen eben auch sehr wichtige Themen ansprachen. Denn genau um diese Verrechnungsthematiken muss man sich im Alltag kümmern», verrät Shahrokh Khodabakhshi, Senior Director Regional Leader DACH bei Nextlane. «Wie ich als Unternehmer denken und handeln muss, wurde gut erläutert. Auf Themen und Strategien zu Transformation, chinesische Marken sowie sinkende Margen treffen auch wir bei Nextlane im Alltag immer wieder. Als Garagensoftwareanbieter stehen wir zwischen Herstellern und Garagen und müssen die passenden Tools liefern. Das Team von Nextlane nimmt viele Inputs aus Bern mit.» 

Auch der CEO von Derendinger, Karl Heusi, zeigte sich mit dem Gebotenen am 20. «Tag der Schweizer Garagen» sehr zufrieden. «Wir haben heute wieder spannende Themen behandelt, die alle Garagen, egal welcher Grösse, beschäftigen», so Heusi. «Klar wurde auch, dass ‹Money for Nothing› – wie im Hit der Dire Straits, den Manfred Wellauer und Christian Wyssmann als Intro zu ihrem Auftritt wählten –, aktuell im Alltag eher ‹Something for no Money› ist. Aber diese ganzen Dienstleistungen sollte man als Garagist eben nicht einfach gratis erbringen, sondern verrechnen. Schliesslich ist der Garagist ein hoch ausgebildeter Experte, und seine Arbeit etwas wert.» Auf die Resultate der HSG-Studie angesprochen ergänzte Heusi: «Ich fand sie wenig erstaunlich. Diese Megatrends kennen wir schon lange. Ich weiss nicht, ob Autonomes Fahren und Mobility as a Service dann nicht doch einen grösseren Einfluss auf die Branche haben werden.» 

Marc Kessler, CEO des Tagungs-Platin-Partners Quality1, erklärte schmunzelnd: «Ich finde es immer wieder faszinierend, dass am ‹Tag der Schweizer Garagen› jedes Mal so viele Leute aus einer Branche zusammenkommen, die eigentlich keine Zeit haben.» Aber der Besuch lohne sich eben: «Ich finde den Austausch hier extrem wichtig. Denn in den eigenen Unternehmen kommt man immer mit den gleichen Leuten zusammen. An der Tagung gibt es auch andere Meinungen und Anregungen. Die Referate sind für mich so etwas wie Icebreaker, die als Anstoss für Gespräche dienen.» Der Quality1-Chef ergänzt: «Zur HSG-Studie will ich unbedingt mehr wissen, da wurde ja nur an der Oberfläche gekratzt – hier werden die Details spannend. Für mich ist aber auch klar: Wir sind alle noch lange nicht so digital, wie wir manchmal tun.»

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