Autogewerbe hält hohes Niveau
Die jüngst veröffentlichten Zahlen des Bundesamts für Statistik belegen: Mit 3019 neu abgeschlossenen Lehrverträgen in den Grundbildungen des AGVS wurde der Wert des Vorjahres exakt erreicht. Damit setzt sich die stabile Entwicklung der vergangenen Jahre fort. Nach 2881 Lehrverhältnissen im Jahr 2021 stieg ihre Zahl bis auf über 3000 an und konnte dieses Niveau 2025 halten – ein erfreuliches Zeichen für die Branche.
Besonders gefragt bleiben die technischen Grundbildungen, die das Rückgrat der Berufsbildung im Autogewerbe bilden. Bei den Automobil-Fachleuten EFZ in der Fachrichtung Personenwagen nahm die Zahl der neuen Lehrverträge von 1169 auf 1192 (+2,0 %) zu. Auch bei den Automobil-Mechatroniker:innen EFZ in der Fachrichtung Personenwagen setzte sich der positive Trend fort: Die Zahl der Lehrverträge stieg von 744 auf 782 (+5,1 %).
Anders präsentiert sich das Bild in der Fachrichtung Nutzfahrzeuge. Die Zahl der Automobil-Mechatroniker:innen EFZ sank von 192 auf 170 (–11,5 %), jene der Automobil-Fachleute EFZ von 186 auf 172 (–7,5 %). Dieser Rückgang relativiert sich jedoch: Die Zahlen des Vorjahres waren ein Ausreisser nach oben. Im Mehrjahresvergleich liegen beide Berufe weiterhin auf einem stabilen Niveau.
Kaufleute legen wieder zu
Erholt hat sich die kaufmännische Grundbildung. Nach dem Rückgang im Vorjahr im Zusammenhang mit der Einführung der neuen Bildungsverordnung 2023 stieg die Zahl der Lehrverträge von 66 auf 79 (+19,7 %). Im Detailhandel zeigt sich ein gemischtes Bild: Während die Zahl der Detailhandelsfachleute Automobil After-Sales EFZ leicht von 219 auf 208 (–5,0 %) zurückging, verzeichnete Automobil Sales EFZ einen Anstieg von 22 auf 39 Lernende.
Die Lehrvertragszahlen 2025 bestätigen, dass sich das Schweizer Autogewerbe weiterhin als starke Ausbildungsbranche behauptet. «Die erfreulichen Zahlen verdanken wir auch unserer Präsenz an den SwissSkills, unserem Engagement bei ‹Lehrberufe Live!› sowie der guten Zusammenarbeit mit unseren Sektionen, die regional Berufswerbung machen, etwa an Berufsmessen», sagt Olivier Maeder, beim AGVS verantwortlich für den Bereich Bildung.