Ente gut, alles gut
Im Thuner Industriequartier können vom Auto über leichte Nutzfahrzeuge bis zu Wohnmobilen, aber auch Töff, E-Bikes oder Velos wieder auf Hochglanz gebracht werden. Die einzelnen Waschplätze und das Gebäude mit den beiden Portalanlagen von ESA-Partner WashTec sind extra im ähnlichen Holzdesign gehalten wie der Rest des Mobilitätszentrums. Und von der neuen Wash-In-Anlage können ebenfalls Garagistinnen und Garagisten einiges an Inputs mitnehmen. «Ursprünglich gab es ein Konzept für sechs Selbstwaschplätze», erinnert sich Marco Vizzielli, Key-Account-Manager bei ESA, «dann haben wir gemeinsam mit dem TCS eine Potenzialanalyse gemacht.» Eindrücklich, was dann innert nur acht Monaten realisiert wurde. Auch Marc Bros de Puechredon, der Geschäftsführer der TCS-Sektion Bern, ist zufrieden: «Wir haben viel Freude dran und würden sofort wieder eine solche Anlage mit der ESA bauen.» Wichtig waren ihm dabei die hohe Qualität des Kundendienstes und die Betreuung über den eigentlichen Kauf und Aufbau hinaus.
Was Marc Bros de Puechredon darunter versteht, wird bei einem Rundgang rasch klar. Sein Blick schweift von den Portalanlagen rüber zu den Selbstwaschplätzen. «Die Box für die Camper haben wir extra mit einem Podest versehen, damit die Leute mit der Lanze das Dach besser abspritzen können. Das wird geschätzt und rege genutzt, doch wir haben gesehen, es braucht auch auf der anderen Seite ein solches Podest, um diese Dienstleistung noch weiter zu verbessern», verrät er. Optimierungspotenzial, das sich Vizzielli gleich notiert. Einen Waschpark aufzustellen und zu betreiben sei eben auch ein ständiges Learning by Doing. Umso wichtiger sei es, dass man sich auf einen kompetenten Partner verlassen könne. «Und die Zusammenarbeit mit der ESA ist ausgezeichnet», konstatiert der Geschäftsführer der TCS-Sektion Bern. «Wir haben beispielsweise festgestellt, dass man für die Kunden wirklich alles anschreiben muss. Daher sind die Selbstwaschboxen für Auto, Töff und Velo nun extra nochmals gekennzeichnet.» Einzigartig in diesem Bereich: Während man auf den Staubsaugerplätzen sein E-Auto innen wieder auf Vordermann bringt, kann man es an der Ladesäule gleich daneben laden.
An die Kundinnen und Kunden wurde bei der Planung genauso gedacht wie an Technik und Unterhalt. Die kompakten Rack-Module im grosszügig dimensionierten Technikraum zwischen den zwei Portalwaschanlagen eignen sich beispielsweise nicht nur ideal zum schnellen Austausch älterer Technik, sondern haben die Einbauzeit vor Ort massiv verkürzt. Das Modulsystem der Rack- oder Containeranlage von WashTec für ein bis acht Waschplätze bietet zudem eine Vielzahl an Optimierungen und neuen Produktfeatures. «Jede Komponente hat ihren im Rack zugewiesenen Platz», so Marco Vizzielli. Der ESA-Experte wirft einen prüfenden Blick aufs Rack, das eigentliche Herz jeder Anlage, begutachtet kurz Pumpmotoren, Osmoseanlage und checkt Chemie- und Wasserverbrauch. «Die Anlagen sind vernetzt, das geht alles auch online. Rund 90 Prozent des Wassers können dank der Recyclinganlage wieder genutzt werden. Die Chemiedosierung ist darauf abgestimmt.» Das passt genauso wie das Waschresultat.
«Wir können natürlich nicht jeden Tag solche Grossprojekte umsetzen», gesteht Vizzielli, der seit 27 Jahre bei der ESA und seit 23 Jahren als Key-Account-Manager für Projekte im Bereich Waschen und Pflege tätig ist. «Eine Waschanlage ist für eine Garage ein sehr wichtiges Instrument zur Kundenbindung. Und ab rund 10 Durchgängen pro Tag ist eine Portalanlage in der Regel rentabel», führt er aus. Schliesslich sollte man nie vergessen, wie viel Zeit ein Mitarbeiter einsparen und was dieser alles andere erledigen könne, wenn er nicht jedes Mal zum Autowaschen hin- und zurückfahren müsse. Für den ESA-Experten gibt es primär drei Punkte, die darüber entscheiden, ob eine Autowaschanlage funktioniert oder selbst an besten Tagen nur wenig Kundschaft sieht: Standort, Kundenerlebnis und Betriebsführung.
Der passende Standort, das scheint eigentlich logisch: Hier hilft die ESA übrigens wie in Thun gerne bei einer fundierten Standortanalyse, da jeder Fall individuell ist. «Selbst die beste Anlage kann Auslastungsschwierigkeiten haben, wenn sie am falschen Ort steht», hält Marco Vizzielli fest. Wichtig sei, dass die Autowaschanlage gut sichtbar, leicht zu erreichen und simpel zu bedienen sei. «Der Kunde beurteilt bei einem Besuch immer das Erlebnis als Ganzes», macht er klar, «daher sind auch die Sauberkeit des Geländes, die Schnelligkeit des Waschvorgangs und natürlich die Einfachheit der Bezahlung entscheidend.»
Das Wash-In in Thun ist hier ebenfalls ein sehr gutes Beispiel. Zum einen legte Marc Bros de Puechredon grossen Wert darauf, dass alle Bezahlmöglichkeiten abgedeckt werden – auch eine Kundenkarte mit 10 Prozent Bonusguthaben gibt’s im 365 Tage im Jahr geöffneten Wash-In. Zum anderen zückt er sofort das Telefon, als er beim Rundgang bemerkt, dass gewisse Abfalleimer bald voll sein werden. Er überlegt gar, im Staubsaugerbereich das Containervolumen anzupassen, da die Kundinnen und Kunden erst im Zuge einer Reinigung das ganze Auto ausräumen. «Unglaublich, wie viel Material hier manchmal in kürzester Zeit anfällt», so der TCS-Geschäftsführer.
Und genau hier demonstriert Marc Bros de Puechredon, wie wichtig die gute Betriebsführung und schnelles Handeln bei Herausforderungen für den Erfolg sind. Denn eine gut geführte Anlage zeichnet sich eben auch durch ständige Wartung, stets effiziente und zuverlässige Anlagen sowie Liebe zum Detail – etwa Ente Louis Lavage als Erkennungsmerkmal – aus. «Das sind Aspekte, die der Kunde sofort wahrnimmt. Eine erfolgreiche Autowaschanlage ist eben nicht nur eine ‹Maschine›, die Autos wäscht, sondern weit mehr. All diese unternehmerischen Aktivitäten tragen nachhaltig zum Erfolg und somit zur Kundenbindung bei», erläutert ESA-Experte Vizzielli dazu abschliessend.