Neue Technik für mehr Knowhow
Rund 150 Absolventinnen und Absolventen durchlaufen jährlich die höheren Berufsprüfungen. Als Fachkräfte von morgen übernehmen sie künftig eine wichtige Rolle in der Branche. Entsprechend hoch sind die Anforderungen an die Prüfungsqualität. «Für uns ist entscheidend, dass die Leistungen objektiv beurteilt und alle Kandidatinnen und Kandidaten unter vergleichbaren Bedingungen geprüft werden können», sagt Werner Bieli, Präsident der Qualitätssicherungskommission (QSK).
Eine wichtige Rolle spielen dabei die Prüfungsfahrzeuge. Mit dem Mazda MX-30 e-Skyactiv R-EV erhält die Prüfungsflotte des AGVS nun technisch interessanten Zuwachs. Die Mazda (Suisse) SA hat dem AGVS das Fahrzeug zu speziellen Konditionen zur Verfügung gestellt. Mit der offiziellen Fahrzeugübergabe in der Mobilcity in Bern intensivieren der AGVS und Mazda Schweiz damit seit dem Sommer ihre langährige Zusammenarbeit.
Der Mazda MX-30 e-SKYACTIV R-EV erweitert die bestehende Prüfungsflotte gezielt um ein besonderes Antriebskonzept: Er kombiniert einen elektrischen Antrieb mit einem Wankelmotor, der als Generator zur Stromerzeugung dient (Range Extender). Mit dem neuen Fahrzeug erweitert sich aber nicht nur die technologische Bandbreite. Mazda ist eine Marke, die bisher bei den entsprechenden Prüfungen noch nicht eingesetzt wurde. Damit erhöht der AGVS sowohl die Marken- als auch die Technologievielfalt seiner Prüfungsfahrzeuge.
Der AGVS freut sich auch über die unkomplizierte Zusammenarbeit mit Mazda Schweiz. «Bereits auf die erste Anfrage des AGVS erfolgte die Zusage, die Beschaffung eines geeigneten Fahrzeugs zu unterstützen», sagt Werner Bieli weiter. Auch Matthias Walker, Managing Director Mazda Schweiz, freut sich, dass der AGVS den Mazda MX-30 künftig für die Berufsprüfungen einsetzt. «Mazda kann damit einen Beitrag zur Qualität der Aus- und Weiterbildung der Fachkräfte in der Automobilbranche leisten», sagt er. Für Walker ist ein gut ausgebildetes Händlernetz das A und O: Gut qualifizierte Fachkräfte sind eine zentrale Voraussetzung, um eine hohe Servicequalität und damit die Zufriedenheit der Kundinnen und Kunden sicherzustellen.
Für praxisnahe und qualitativ hochstehende Berufsprüfungen braucht es neben geeigneten Fahrzeugen auch genügend qualifizierte Prüfungsexpertinnen und -experten aus der Praxis. Ihre Fachkompetenz und Erfahrung sind für die Qualität der Prüfungen von zentraler Bedeutung. Matthias Walker nahm diesen Punkt bei der Fahrzeugübergabe auf und kündigte an, das Anliegen im Händlervorstand von Mazda zu thematisieren. Damit könnten künftig weitere Fachpersonen aus dem Mazda-Händlernetz für eine Tätigkeit als Prüfungsexpertin oder Prüfungsexperte gewonnen werden.
Mit der Fahrzeugübergabe ist die Arbeit für den AGVS allerdings noch längst nicht abgeschlossen. Bis der Mazda erstmals an einer Prüfung eingesetzt werden kann, sind noch rund 400 bis 500 Arbeitsstunden erforderlich. Der Aufwand zeigt, welchen Stellenwert professionell vorbereitete Prüfungsfahrzeuge für die Qualität der höheren Berufsprüfungen haben. Dahinter steckt viel technisches Knowhow. Markus Schwab und Frédéric Ravera, beide zuständig für Automobiltechnik & Prüfungen, sind unter anderem dafür verantwortlich, dass die Fahrzeuge technisch einwandfrei vorbereitet und die vorgesehenen Fehlerbilder zuverlässig eingebaut werden. Dafür wird zunächst der Zugang zu den prüfungsrelevanten Komponenten erleichtert. Anschliessend werden spezielle Mess- und Fehlerstellen eingebaut, über die definierte technische Fehler gezielt erzeugt werden können. Danach werden die Einbauten und Fehlerbilder intensiv getestet. «Sie müssen zuverlässig reproduzierbar sein und die gewünschten Auswirkungen zeigen, damit praxisnahe Diagnoseaufgaben unter einheitlichen Bedingungen durchgeführt werden können», erklären Schwab und Ravera.
Parallel zur technischen Vorbereitung werden auch die entsprechenden Prüfungsunterlagen erstellt. Dazu gehört die Aufbereitung der Unterlagen für Kandidatinnen und Kandidaten sowie Prüfungsexpertinnen und -experten in Deutsch, Französisch und Italienisch. Der AGVS bedankt sich bei Mazda Schweiz, insbesondere bei Matthias Walker und Daniel Bühler, für die Unterstützung und die unkomplizierte Zusammenarbeit.