Trotzdem über 100 Millionen Sanktionszahlungen
Allen Unkenrufen zum Trotz: Die Schweizer Autobranche tut viel für die Reduktion der CO2-Emissionen, das zeigen auch die neusten Zahlen zu den Neuzulassungen 2025. Trotzdem werden happige Sanktionszahlungen in Millionenhöhe fällig, welche die ganze Branche schmerzen werden. Bei den Personenwagen (PW) lagen die durchschnittlichen CO2-Emissionen bei 101,6 g/km und damit rund 11 Prozent tiefer als im Vorjahr. Auch bei den Lieferwagen und leichten Nutzfahrzeugen (LNF) sind die durchschnittlichen CO2-Emissionen gegenüber dem Vorjahr um rund 9 Prozent gesunken, von 192,4 auf 174,9 Gramm CO2/km. Der Rückgang ist auf die Zunahme von Elektrofahrzeugen in der Neuwagenflotte zurückzuführen. Der Anteil der Steckerfahrzeuge (batterieelektrische Fahrzeuge und Plug-in-Hybride) an der PW-Neuwagenflotte ist gegenüber dem Vorjahr um 6,6 Prozentpunkte gestiegen und lag im Jahr 2025 bei 34,4 Prozent – somit rund 4,3 Prozentpunkte über dem bisherigen Höchstwert aus dem Jahr 2023.
Die CO2-Reduktion bei den PW von fast 11 Prozent ist die höchste Reduktion der durchschnittlichen CO2-Emissionen seit dem Jahr 2020, als der CO2-Zielwert zum letzten Mal verschärft wurde. Der durchschnittliche Energieverbrauch über alle Antriebsarten, ausgedrückt in Benzineinheiten (Liter Benzinäquivalent pro 100 Kilometer, LBÄ), ist auf 5,1 LBÄ/100 km gesunken (2024: 5,5 LBÄ/100km).
Bei den Lieferwagen und leichten Sattelschleppern lag der Marktanteil von Steckerfahrzeugen 2025 bei rund 20 Prozent (2024: 10,5 Prozent). Plug-in-Hybride spielen hier weiterhin eine untergeordnete Rolle (2025: 2,1 Prozent). Die durchschnittlichen CO2-Emissionen der neuen LNF lagen bei 174,9 g CO2/km (2024: 192,4 g CO2/km), der durchschnittliche Verbrauch bei 8,2 LBÄ/100 km (2024: 8,7 LBÄ/100 km).
Sowohl bei den PW mit durchschnittlichen Emissionen von 101,6 g CO2/km gegenüber einem CO2-Zielwert von 93,6 g CO2/km als auch bei den LNF mit durchschnittlichen CO2-Emissionen von 174,9 g CO2/km gegenüber einem CO2-Zielwert von 153,9 g CO2/km wurden die Zielwerte verfehlt. Daraus resultierten bei den PW Sanktionen von insgesamt rund 97,7 Millionen Franken (2024: 2,26 Mio. Fr.) und rund 25,9 Millionen Franken aus dem Vollzug der Vorschriften für LNF (2024: 22,3 Mio. Fr.). Die im Rahmen der CO2-Emissionsvorschriften überprüften 245’500 PW verteilten sich auf 56 Grossimporteure und auf rund 600 PW von Kleinimporteuren. Bei den LNF wurden rund 29’500 Neufahrzeuge auf ihre Zielerreichung überprüft, darunter waren rund 100 Fahrzeuge von Kleinimporteuren. Die gegenüber dem Vorjahr höheren Sanktionen sind auf die verschärften CO2-Zielwerte zurückzuführen.
Der vollständige Bericht des Bundesamts für Energie (BFE) zum Schweizer Fahrzeugmarkt 2025 als PDF.