Fleet and Mobility Barometer 2026

Occasionen erobern die Firmenflotten

Occasionen rücken bei Schweizer Firmenflotten stärker in den Fokus, gleichzeitig schreitet die Elektrifizierung voran. Der «Fleet and Mobility Barometer 2026» zeigt, wohin die Reise geht – und was den Unternehmen dabei Sorgen bereitet.
Publiziert: 10. August 2026

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AGVS-Newsdesk


										Occasionen erobern die Firmenflotten
52 Prozent der Befragten können sich gut vorstellen, in den nächsten Jahren Occasionen anzuschaffen. Foto: Magnific.com

Das Arval Mobility Observatory hat die neusten Ergebnisse des weltweiten «Fleet and Mobility Barometer 2026» für die Schweiz vorgelegt. Die Studie gilt als Branchenreferenz für Flotten- und Mobilitätstrends. Sie zeigt, dass Schweizer Unternehmen trotz veränderter Rahmenbedingungen optimistisch in die Zukunft blicken, verstärkt auf elektrische Antriebe und Gebrauchtwagen setzen sowie alternative Mobilitätskonzepte vorantreiben.

 

Stabile Flotten und wachsendes Interesse an Occasionen

Der Schweizer Markt erweist sich als äusserst stabil: 92 % der befragten Firmen gehen davon aus, dass ihre Fahrzeugflotte in den kommenden drei Jahren gleichbleiben oder wachsen wird. Beim Flottenmanagement verbinden die Verantwortlichen finanzielle Erwägungen mit nachhaltigen Ansätzen. Der Fahrzeugkauf bleibt mit 36 % die vorherrschende Finanzierungsmethode, gefolgt vom Finanzleasing mit 32 %. Das Full-Service-Leasing stellt für 27 % die primäre Finanzierungsform dar (Europa: 28 %). Zudem beabsichtigen 17 % der Firmen, Full-Service-Leasing in den nächsten drei Jahren neu einzuführen oder stärker zu nutzen.

Ein deutlicher Wandel zeichnet sich bei Gebrauchtwagen ab: Aktuell nutzen 29 % der Unternehmen Occasionsfahrzeuge in ihren Flotten (Europa: 41 %). Allerdings erwägen bereits 52 % der Befragten, in den nächsten drei Jahren Occasionen anzuschaffen. Vorreiter sind Grossunternehmen (41 %), gefolgt von kleinen (31 %) und mittleren Firmen (16 %). Bei Telematik-Systemen zeigt sich noch Potenzial: 28 % der Schweizer Flotten verfügen über solche Tools, doch erst 15 % werten die Daten aus. 39 % ziehen die Datennutzung künftig in Erwägung.

 

Fortschritte bei der E-Mobilität und Ladeinfrastruktur

Die Elektrifizierung der Personenwagenflotten schreitet voran: 54 % der Schweizer Unternehmen nutzen bereits elektrifizierte Fahrzeuge (HEV, PHEV oder BEV), womit sich die Schweiz dem europäischen Schnitt von 57 % annähert. Treiber sind vor allem Grossunternehmen (64 %), während kleine (51 %) und mittlere Firmen (50 %) folgen. Weitere 27 % planen eine Einführung in den nächsten drei Jahren. Bevorzugt wird weiterhin der Hybridantrieb (28 % HEV, 21 % PHEV, 18 % BEV). Als Hauptgründe nennen die Verantwortlichen eine geringere Umweltbelastung (47 %), niedrigere Kraftstoffkosten (38 %), CSR-Richtlinien (37 %) und Reputationsvorteile (36 %).

Das grösste Hindernis bleibt für 73 % das Fehlen einer angemessenen Ladeinfrastruktur. Um dem zu begegnen, setzen 82 % auf Laden am Firmenstandort; 60 % betreiben oder planen eigene Lademöglichkeiten vor Ort (+15 % im Vorjahresvergleich). Auch das Heimladen wird unterstützt: 85 % der Firmen helfen ihren Mitarbeitenden mit Wallboxen oder Kabeln, und 94 % bieten finanzielle Unterstützung beim Heimladen an.

 

Alternative Mobilität und Dekarbonisierung

Alternative Mobilitätslösungen sind fest verankert: 94 % der Schweizer Unternehmen nutzen oder planen Konzepte wie Carsharing, Mobilitätsbudgets oder die Rückerstattung von ÖV-Kosten. Letztere ist mit 37 % die beliebteste Alternative zum Firmenwagen. Haupttreiber für diese Entwicklung sind Corporate-Social-Responsibility-Ziele (CSR), die von 44 % genannt werden. Insgesamt verfolgen oder evaluieren 43 % der Schweizer Firmen konkrete Dekarbonisierungsziele, und 47 % zeigen Interesse an innovativen Lösungen zur Flottenoptimierung.

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