Der Wille steigt, die Sorge bleibt
Ob mit der Kampagne «E-Occasion. Eh besser.» des AGVS mit Auto-Schweiz und dem TCS oder mit dem AGVS-Tool SOH-Check (siehe QR-Code) samt Datenbank zum Eintrag des «State-Of-Health» (SOH) von Batterien: Um die Kaufwilligkeit bei elektrischen Gebrauchten zu verbessern, laufen bereits viele Massnahmen. Eine vom Datenspezialisten Auto-i-Dat bei GFS Bern in Auftrag gegebene und im April mit 1015 Einwohnerinnen und Einwohnern der Schweiz über 18 Jahre durchgeführte Umfrage belegt nun: Bereits steigt die Kaufwilligkeit, doch es braucht Transparenz beim Batteriezustand – und viele E-Probefahrten.
Vielleicht auch steigende Treibstoffpreise führen dazu, dass laut Umfrage Alternativantriebe gefragt sind wie nie: 70 Prozent der Befragten würden beim nächsten Kauf eine alternative Antriebsart wählen, davon 35 Prozent reinen Elektroantrieb. Unter jenen, die in den nächsten 18 Monaten kaufen wollen, liegt der Anteil noch höher (73 Prozent bzw. davon 48 Prozent vollelektrisch) – eine Steilvorlage für den Handel.
• … würden 70 Prozent beim Autokauf eine alternative Antriebsart wählen.
• … können sich 41 Prozent eine E-Occasion als nächstes Auto vorstellen.
• … ist 85 Prozent der Batteriezustand einer E-Occasion wichtig/sehr wichtig.
• … sind 53 Prozent noch nie ein E-Auto gefahren und 15 Prozent nur einmal.
Vor allem scheint es, dass gebrauchte Elektroautos endlich ihren Ruf als Problem auf dem Platz verlieren könnten: 41 Prozent der Befragten können sich eine E-Occasion als nächstes Auto vorstellen! Dafür aber wichtig sind eigene Erfahrungen mit Stromern: Bei jenen, die schon elektrisch fahren, liegt der Wert bei 60 Prozent. «Obwohl die Preise von E-Occasionen unter Druck bleiben: Die Resultate zeigen, dass die Branche die Talsohle durchschreiten kann,» sagt Philipp Zimmermann, Geschäftsführer Auto-i-Dat AG.
Neben Probefahrten ist auch die Argumentation wichtig, um E-Occasionen an die Frau oder den Mann zu bringen: Als Hauptgründe für der Kauf von Elektrikern werden neben dem Umwelt- und Klimaschutz tiefe Betriebskosten genannt – von fast der Hälfte der Kaufwilligen. Wer am Verbrenner festhält, begründet dies übrigens mit Reichweite, Lade- bzw. Tankmöglichkeiten und Preis (49 Prozent). Als häufigster Grund für den Kauf einer E-Occasion wird der tiefere Preis genannt: E-Occasionen locken also sowohl wegen geringer Betriebs- wie tiefer Anschaffungskosten. Das Angebot ist ohnehin attraktiv: Gemäss jüngster Auto-i-Dat-Auswertung wurden die Preise von E-Occasionen 2026 bislang weiter nach unten angepasst.
Die repräsentative Umfrage zeigt auch, wieso trotzdem viele potenziellen Käuferinnen und Käufer von E-Occasionen noch skeptisch sind: Zweifel am Batteriezustand sind mit 27 Prozent und damit mit Abstand das meistgenannte Gegenargument. Stolze 60 Prozent sagen, dass dieser Faktor besonders wichtig ist; bei den grundsätzlich E-Kaufbereiten sind es gar 71 Prozent. Und die Befragten betonen zu 69 Prozent: Verlässliche Infos zum Batteriezustand und dessen Einfluss auf den Fahrzeugwert würden die Bedenken mildern. Transparenz bei der Batterie ist also der Zentralhebel für Garagen. «Die Studie zeigt deutlich, dass das Marktpotenzial für E-Occasionen vorhanden ist – positiv ist für die Branche. Entscheidend ist nun, Vertrauen in den Batteriezustand und resultierenden Fahrzeugwert zu schaffen», so Zimmermann.
Das Mittel der Wahl auf dem E-Occasionsplatz sind also nebst guter Beratung SOH-Zertifikate mit der Restkapazität und eine Fahrzeugbewertung, welche den SOH-Wert berücksichtigt und den resultierenden Fahrzeugwert transparent ausweist, wie AutoValue von Auto-i-Dat. Damit E-Occasionen von Steh- zu Fahrzeugen werden.