3000 Nachwuchskräfte für die Schweizer Garagen

27. August 2018 autoberufe.ch – Rund 3000 Jugendliche beginnen in diesen Tagen eine berufliche Grundbildung im Automobilgewerbe. Auf die Lernenden in den technischen Berufen kommen gewichtige Veränderungen zu. Ihre Ausbildung wird noch praxisnäher.
 
pd. Die neue Bildungsverordnung, die seit Anfang Jahr in Kraft ist, bringt eine Abkehr von den bisherigen Schulfächern mit sich. Neu werden die Automobil-Mechatroniker/-innen EFZ, die Automobil-Fachleute EFZ und die Automobil-Assistenten EBA nicht mehr nach Fächern wie Elektrik, Elektronik, Physik, Fahrwerk, Motor und Kraftübertagung unterrichtet, sondern sie erlernen Handlungskompetenzen. Damit reagiert die Schweizer Automobilbranche auf die rasante technologische Entwicklung der Industrie und wahrt die nachweislich hohe Qualität ihrer Ausbildungen. So umfasst beispielsweise die vierjährige berufliche Grundbildung zum Automobil-Mechatroniker neu die folgenden Handlungskompetenzbereiche:
  • Prüfen und Warten von Fahrzeugen
  • Austauschen von Verschleissteilen
  • Unterstützen von betrieblichen Abläufen
  • Überprüfen und Reparieren von Systemen
  • Diagnostizieren mechatronischer Systeme
 
Die revidierte Bildungsverordnung wurde vom Auto Gewerbe Verband Schweiz (AGVS) in Zusammenarbeit mit den Kantonen und dem Staatssekretariat für Bildung, Forschung und Innovation (SBFI) entwickelt.
 
Das Notebook löst den Kugelschreiber ab
Dem Trend zum teilautonomen Fahren und zur zunehmenden Vielfalt an Antriebssystemen wie Elektro-, Hybrid- und weitere alternative Konzepte wird mit den neuen Handlungskompetenzen Rechnung getragen. Zudem wird in den Berufsschulen und in den überbetrieblichen Kursen mit der Einführung eines elektronischen Lehrmittels der Kugelschreiber mehr und mehr durch das Notebook abgelöst.
 
Diese Neuerungen betreffen aktuell die rund 2500 neuen Lernenden in den technischen Grundbildungen. Die Lehrinhalte in den kaufmännischen und Detailhandelsberufen im Autogewerbe werden derzeit einer grundlegenden Revision unterzogen. Olivier Maeder, Bildungsverantwortlicher beim Schweizer Garagistenverband: «Mit unseren topaktuellen technischen Grundbildungen sowie den kaufmännischen und den Detailhandelsberufen im Autogewerbe können wir vielen Schülern einen passenden Lehrberuf anbieten. Die hohe Durchlässigkeit des dualen Bildungssystems und unser vielfältiges Weiterbildungsangebot bieten zudem ausgezeichnete Entwicklungs- und Karrieremöglichkeiten.»
 
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