AGVS und Auto-Schweiz doppeln nach

Öffnung der Showrooms

AGVS und Auto-Schweiz doppeln nach

5. Februar 2021 agvs-upsa.ch – Die Forderung nach der Öffnung der Showrooms blieb bisher ungehört. Nun appellieren der AGVS und Auto-Schweiz an die Direktorin des BAG, die für die Branche zwingenden Arbeiten weiterhin zu ermöglichen.

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Quelle: AGVS/parlament.ch
 
cst/os. In einem eindringlichen Schreiben an Bundesrat Alain Berset forderten der AGVS, Auto-Schweiz und der Schweizerische Gewerbeverband sgv am 26. Januar unter anderem, die Showrooms so rasch wie möglich zu öffnen. Der Appell erhielt eine zusätzliche Plattform dank eines Artikels im «Blick». Doch passiert ist nichts. «Bis heute hat uns Alain Berset nicht geantwortet», sagt AGVS-Juristin Olivia Solari.
 
Um der Forderung des Autogewerbes zusätzliches Gehör zu verschaffen, doppeln der AGVS und Auto-Schweiz nun nach: In einem Brief an die Direktorin des Bundesamts für Gesundheit BAG Anne Lévy bitten die beiden Verbände, sich für sie einzusetzen und folgende für die Branche zwingenden Arbeiten weiterhin zu ermöglichen:
  • Schweizer Showrooms müssten wieder geöffnet werden. Dies sei im Hinblick auf die Sicherstellung des derzeit erhöhten Individualverkehrs unerlässlich.
  • Ab sofort müsse es mindestens wieder möglich sein, Kundinnen und Kunden vor Ort beraten zu können – und zwar mit vorgängiger Terminvereinbarung. Dabei sei sichergestellt, dass Kundenströme kanalisiert werden und sich nicht zu viele Personen in einem Showroom aufhalten.
«Die erneute Schliessung der Läden und somit auch der Showrooms ist für unsere Mitglieder nicht tragbar. Bereits im Januar beträgt der Rückgang gegenüber einem schon schwachen Vorjahresmonat 20 Prozent», halten der AGVS und Auto-Schweiz fest. Die Branche habe seit Beginn der Pandemie in Eigenverantwortung gehandelt und umfangreiche Schutzkonzepte ausgearbeitet und umgesetzt. «Unsere Mitglieder haben damit ihre Fürsorgepflicht für die Sicherheit wahrgenommen und in diesem Zusammenhang namhafte Investitionen getätigt.» 
 
Die Möglichkeit, die Fahrzeuge online zu kaufen, werde von den Kunden kaum genutzt. Ein Fahrzeugkauf bedürfe einer persönlichen Beratung, Bedarfsabklärung und Vorführung. Auch das oft anfallende Eintauschangebot könne online nicht ideal durchgeführt werden. «Das Beratungsgespräch wäre somit der einzige Moment im ganzen Prozess, bei welchem der Verkäufer und der Interessent vor Ort sind. Die anderen Prozesse werden wie bisher kontaktlos umgesetzt.»
 
Der AGVS und Auto-Schweiz hoffen auf eine rasche und positive Rückmeldung im Sinne der Verbände. Denn: Weitreichende Lockerungen der Massnahmen zur Eindämmung von Covid-19 ab Ende Februar sind gemäss Bundesrat noch nicht in Sicht, wie er am 3. Februar vor den Medien erklärte.
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