Genf öffnet sich für Tech-Firmen – und Zulieferer



15. März 2019 agvs-upsa.ch – Stiftungsrat und Aussteller-Kommission des Auto-Salon Genf öffnen mit einer Änderung des Reglements neuen Ausstellern die Türen zu den Hallen 1 bis 6. Darunter fallen Tech-Firmen wie Google und Uber genauso wie Verkäufer von Zubehör und Werkstatteinrichtungen. Jetzt spekuliert die Branche über die Auswirkungen auf die Zukunft von Halle 7.


kro. Es war eines der meist diskutierten Themen am diesjährigen Auto-Salon – zumindest unter den Ausstellern in Halle 7: Wie wird sich der Salon entwickeln, um zukunftsfähig zu werden – und was heisst das für die Fachausstellung in Halle 7? Einen ersten Vorentscheid haben der Salon-Stiftungsrat und das Aussteller-Komitee am Freitag der zweiten Salon-Woche gefällt: Waren die Hallen 1 bis 6 bisher Herstellern und Erstausrüstern vorbehalten, wird es ab 2020 neuen Ausstellern möglich sein, sich dort ebenfalls zu präsentieren. Das bestätigt der neue Salon-Direktor Olivier Rihs gegenüber den AGVS-Medien. 

Rihs’ Mission ist klar: Er will den Auto-Salon für die Zukunft fit machen. Eine Möglichkeit sieht er darin, das Thema Mobilität in einem umfassenderen Sinn zu interpretieren. In dieses Konzept passt die Öffnung gegenüber Tech-Firmen wie Google, Facebook, Samsung sowie Mobilitätsdienstleistern wie Uber. 

Aus Halle 7 wird «GIMS-Tech»
Die Reglementsänderung öffnet zumindest theoretisch anderen Anbietern ebenfalls die Türe zu den Hallen 1 bis 6 – nämlich solchen aus Halle 7. Auch das wird von Rihs bestätigt. Gleichzeitig hält er jedoch fest, dass dies beim Entscheid nicht im Vordergrund gestanden habe. Sein Ziel ist, die Halle 7 zu stärken. Dafür lanciert der Salon ein Projekt unter dem Arbeitstitel «GIMS-Tech». Die bisher einwöchige SAA-Expo soll erheblich aufgewertet werden. Dafür sei der Salon bereit, zu investieren. Ziel von Rihs ist es, im nächsten Jahr 70 Aussteller in Halle 7 zu haben. Dieses Jahr waren es 45 – inklusive den T-Shirt-, Modellauto- und Schnellkleber-Ständen. Platz in Halle 7 hätte es ohnehin noch: Von den 13'000 zur Verfügung stehenden Quadratmeter waren heuer 7300 besetzt. 

Ob und, falls überhaupt, welche Firmen aus Halle 7 von dieser neuen Möglichkeit Gebrauch machen, ist so lange Gegenstand von Spekulationen, bis die ersten Karten auf dem Tisch liegen. Klarheit herrscht spätestens am 1. Juli 2019, dem Anmeldeschluss für das Jahr 2020. Die Blicke der meisten Aussteller sind jetzt auf die Grossen in Halle 7 gerichtet: ESA, SAG (Derendinger, Technomag), Hostettler und KSU A-Technik. Die Schlüsselrolle kommt dabei der ESA zu. Gegenüber den AGVS-Medien sagt Matthias Krummen: «Wir haben den Entscheid zur Kenntnis genommen und halten uns alle Optionen offen.» «Ich rechne nicht damit, dass Werkstatteinrichter die Halle wechseln», sagt SAA-Präsident Erhard Luginbühl. Er hält es für möglich, dass andere Firmen wie beispielsweise Motorex wechseln könnten, weil deren Produkte auch für Endkonsumenten interessant sind. Doch auch ihm ist klar: Die nächsten Monate werden wegweisend für die Zukunft von Halle 7. 

Hinweis: Lesen Sie den ganzen Artikel in der April-Ausgabe von AUTOINSIDE.
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