Die Eltern mit ins Boot nehmen

3. Juni 2016 autoberufe.ch – Bei der Berufswahl spielen seit jeher die Eltern eine entscheidende Rolle. Deshalb ist es für die Garagisten wichtig, die Eltern auch rund um das Schnupperpraktikum einzubinden. Der Leitfaden des AGVS gibt wertvolle Tipps.

Der Einfluss der Eltern auf die Berufswahl ist gross. Dies ergaben im vergangenen Jahr Umfragen des AGVS bei rund 1300 Lehrabgängerinnen und Lehrabgängern sowie im Rahmen des AGVS-Eignungstests bei über 1000 Schülern. Es ist deshalb zu empfehlen, die Eltern früh anzusprechen und sie ins Boot zu holen. Wie Erziehungswissenschaftlerin Margrit Stamm am «Tag der Schweizer Garagisten» in Safenwil erklärte, fällen Eltern teilweise schon in der 4. Klasse einen ersten Entscheid, in welche Richtung die Berufswahl des Kinds gehen soll und beschränken sich in der Folge auch auf ein Maximum von rund vier Berufen, die ein aus ihrer Sicht positives Image haben. «Dabei überschätzen gerade Akademikereltern die Fähigkeiten ihrer Sprösslinge oft, während Eltern aus einfachen sozialen Schichten sie unterschätzen», erklärte Stamm.

Im Leitfaden «Schnupperpraktikum» bietet der AGVS deshalb wichtige Tipps im Umgang mit den Eltern. «Es ist sehr wichtig, dass der Garagist die Eltern und ihre Erwartungen kennt, bevor ein Lehrvertrag unterschrieben wird», erklärt Olivier Maeder, Bereichsleiter Aus- und Weiterbildung im AGVS. Der Leitfaden listet die wichtigsten Punkte auf, die im Gespräch mit den Eltern rund um eine mögliche Lehre zu besprechen sind. Denn die Eltern sollten nicht nur bei der Berufswahl am gleichen Strick ziehen, sondern auch während der Lehrzeit. «Es ist ein grosser Schritt von der Schule in die Lehre», sagte der Oberstammheimer Garagist Beat Kienast unlängst im Schulblatt der Bildungsdirektion Kanton Zürich.

Links:
Leitfaden Schnupperpraktikum
Schnuppertagebuch
Dokument zu praktischen Arbeiten mit Messschieber, Mikrometer und mechanischen Arbeiten
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